Herbstvollversammlung des Diözesanrates zum Thema „Christ sein heißt missionarisch sein“

Bischof Mixa: Die Kirche breitet sich aus durch das Angebot der Liebe Gottes

09.02.2010

Augsburg (IBA). Unter dem Leitwort „Christ sein heißt missionarisch sein – Impulse aus der Weltkirche und in die Weltkirche“ hat der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Augsburg seine Herbstvollvesammlung abgehalten. Bischof Dr. Walter Mixa wies aus diesem Anlass darauf hin, dass sich Christen zum Angebot der Liebe Gottes an den Menschen bekennen müssen. „Die Kirche breitet sich aus durch das Angebot der Liebe Gottes an jeden von uns. Und die eine Wahrheit ist bezeugt in Jesus, dem Sohn Gottes“, so Bischof Mixa vor den Delegierten.

Der Bischof betonte, dass sich auch das Bistum Augsburg in der Weltkirche engagiere: Dazu gehören unter anderem zwei Fidei-Donum-Priester, die in North Horr (Kenia) in der Mission sind. „Diese beiden Priester leisten großartige Arbeit. Ich habe mich vor wenigen Wochen bei meinem Besuch in Kenia davon überzeugen können.“ Die Kirche sei nach ihrem Wesen missionarisch. Dies gelte konsequenterweise auch für die Ortskirche, wie sich aus den fünf Perspektiven des Pastoralgesprächs für eine zukunftsorientierte Seelsorge im Bistum Augsburg (1. Den Glauben als Geschenk erfahren und feiern, 2. Den Menschen Ernst nehmen, 3. Den Glauben bezeugen, 4. Den Glauben in Begegnung und Gemeinschaft leben, 5. Den Menschen in ihren vielfältigen Nöten beistehen) ergeben habe.

Bischof Walter Mixa dankte den Mitgliedern des Diözesanrats für das Engagement beim Lebensschutz und beim Schutz des Sonntags. Der Vorsitzende des Diözesanrates, Helmut Mangold, wiederum dankte Bischof Mixa für sein mutiges Eintreten für den Glauben und erinnerte an die Osterpredigt des Augsburger Oberhirten: „Für solche klaren Worte kann man unserem Bischof nur dankbar sein“, so Mangold. Außerdem rief Mangold dazu auf, „dass wir uns kontinuierlich um den Schutz und die Anerkennung der Ehe von Frau und Mann und der daraus hervorgehenden Familie kümmern.“

Fidei-Donum-Priester

Die Bezeichnung „Fidei-Donum-Priester“ geht zurück auf die Enzyklika „Fidei Donum“ („Geschenk des Glaubens“) von Papst Pius XII., der darin 1957 die Bischöfe aufforderte, auch Diözesanpriester für die Mission frei zu stellen. Bis dahin hatten sich vorwiegend Ordensgemeinschaften als Missionare betätigt