Weltkirchliche Begegnung

Nigerianischer Bischof zu Gast in Augsburg

17.06.2022

Von Südnigeria in die Ulrichsstadt: Bischof Camillus Umoh der Diözese Ikot Ekpene hat sich am Freitag mit Bischof Bertram in Augsburg getroffen. Thema der auf Deutsch geführten Gespräche waren neben der weltkirchlichen Kooperation auch die Lage der Christen in Nigeria und der Stand des interreligiösen Miteinanders dort.

Weltkirchliche Begegnung in Augsburg: Bischof Bertram mit seinem nigerianischen Amtsbruder Camillus Umoh (Mitte), der vom in Pforzen tätigen Pfarrer Pius Benson begleitet wurde (Foto: pba/Ulrich Bobinger).
Weltkirchliche Begegnung in Augsburg: Bischof Bertram mit seinem nigerianischen Amtsbruder Camillus Umoh (Mitte), der vom in Pforzen tätigen Pfarrer Pius Benson begleitet wurde (Foto: pba/Ulrich Bobinger).

Das Treffen der beiden Bischöfe war auch von den Nachrichten des Massakers in der südnigerianischen Stadt Owo geprägt, wo am Pfingstsonntag bislang unbekannte Täter bis zu hundert Besucher eines katholischen Festgottesdienstes ermordet hatten. Zudem war die vertiefte weltkirchliche Kooperation ein Thema, die sich zwischen den Diözesen Ikot Ekpene und Augsburg auch ganz praktisch zeigt: Drei Priester des nigerianischen Bistums sind derzeit im Ulrichsbistum tätig. Einer von ihnen, der in Pforzen wirkende Pfarrer Pius Benson, begleitete Bischof Camillus nach Augsburg.

Bischof Camillus Umoh wurde 1956 im südostnigerianischen Nto Iblam geboren und 1984 zum Priester geweiht. Nach mehreren Jahren als Kaplan, Pfarrer und Bischofssekretär studierte er ab 1993 Exegese des Neuen Testaments an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/Main. 1999 schloss er dort mit dem Doktorgrad ab und unterrichtete danach Bibelwissenschaften am Katholischen Institut für Westafrika in Port Harcourt. 2010 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Bischof seiner Heimatdiözese Ikot Ekpene ernannt. Das Bistum hat rund hunderttausend Katholiken und ist ein Suffraganbistum der Erzdiözese Calabar.