Aussendung von acht pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Augsburg (pba). Bischof Dr. Bertram Meier wird am Samstag, 19. September, sechs Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie zwei Gemeindereferentinnen für den pastoralen Dienst im Bistum Augsburg beauftragen. Die Aussendungsfeier beginnt um 9.30 Uhr im Hohen Dom zu Augsburg. Sie wird im Livestream auf der Bistumshomepage (www.bistum-augsburg.de), auf Facebook (www.facebook.com/bistumaugsburg), bei katholisch1.tv (www.katholisch1.tv) sowie im regionalen Fernsehen auf a.tv und allgäu.tv übertragen. Wir stellen die Frauen und Männer in Kurzporträts vor:
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten
Laura Brodacki lebt mit ihrem Mann in Augsburg. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Frankfurt am Main. Schon früh wurde sie durch ihre katholisch verwurzelte Familie und das Leben in ihrer Heimatgemeinde geprägt. Gemeinsam mit ihren Geschwistern erfuhr sie den Glauben als einen selbstverständlichen Teil des Alltags. Nach dem Abitur verbrachte sie ein Freiwilligenjahr in Ecuador. Sie unterrichtete dort in Santo Domingo de los Tsáchilas an einer Schule und engagierte sich unter anderem bei der Missionszentrale des Franziskanerordens für Kinder und Jugendliche. Diese Erfahrung ließ in ihr den Wunsch wachsen, Menschen zu begleiten und Kirche mitzugestalten. Im Anschluss an ihre Ausbildung zur Restaurantfachfrau studierte sie Theologie in Augsburg. Daraufhin sammelte sie wertvolle Erfahrungen in der Pfarrei Heiligstes Herz Jesu in Augsburg-Pfersee. Ihr pastoraler Schwerpunkt lag in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, zugleich erlebte sie die Begegnungen mit Menschen aller Generationen als besonders bereichernd. Mit Vorfreude blickt sie nun auf ihre neue Aufgabe als Pastoralreferentin in der Katholischen Hochschulgemeinde. Sie freut sich auf viele Begegnungen und den Austausch mit jungen Erwachsenen sowie auf die Möglichkeit, ihre Kreativität in die pastorale Arbeit einzubringen. Besonders am Herzen liegt ihr, Räume für Gemeinschaft und Austausch zu gestalten, in denen Glaube auf lebensnahe Weise entdeckt und gelebt werden kann.
Sebastian Eble (28 Jahre) stammt gebürtig aus Ulm. Aufgewachsen ist er in Neu-Ulm, wo er schon von klein auf durch seine Familie und die katholische Stadtpfarrei St. Johann Baptist kirchlich beheimatet war. Besonders durch das Ministrieren wuchs seine Begeisterung für den Glauben. Nach dem Abitur und dem Propädeutikum in Passau studierte er Katholische Theologie in Augsburg. Im Anschluss daran begann er seine Berufseinführung in der Pfarrei St. Michael Mering. Dort war er unter anderem für die Ministrantenpastoral und die Firmvorbereitung zuständig. Sebastian Eble ist verheiratet und hat drei Kinder. Die Tätigkeitsfelder in der Pfarrei hat er als große Bereicherung erfahren, sodass er ab Herbst 2026 weiterhin mit einer halben Stelle in der Pfarrei St. Michael Mering und im Schulunterricht tätig sein wird. Darüber hinaus wird er in der Abteilung „Religiöse Sondergemeinschaften und Weltanschauungsfragen“ arbeiten.
Matthias Schütz kommt aus Weßling im Landkreis Starnberg. Er wuchs in einem nicht religiös praktizierenden Umfeld auf und hatte zunächst keinerlei Berührungspunkte mit der Kirche. Nichtsdestotrotz wurde die Sehnsucht nach Gott größer, weshalb er zunehmend ein Gebetsleben entwickelte und auf der Suche nach dem Mehr im Leben war. Durch Begegnungen mit Menschen aus dem freikirchlichen Umfeld, fand er schließlich zum christlichen Glauben. Die ersten Jahre seines Christseins verbrachte er freikirchlich und engagierte sich ehrenamtlich unter anderem in der dortigen Jugendarbeit. Gleichzeitig beschäftigte er sich immer mehr mit der Kirche und dem katholischen Glauben. Nach einer kaufmännischen Aus- und Weiterbildung arbeitete Matthias Schütz als Mitarbeiter im Einkauf in einem Münchener Unternehmen. Seine Liebe zu Gott, den Menschen und der Kirche wuchs jedoch immer mehr, sodass er sich für ein Studium der katholischen Theologie an der Universität in Augsburg entschied - mit dem Ziel, Pastoralreferent zu werden. Im Jahr 2019 konvertierte er und trat in die katholische Kirche ein. In seiner Berufseinführung in der Pfarreiengemeinschaft Penzing-Weil durfte er die Vielfalt pastoraler Aufgaben kennenlernen und wertvolle Erfahrungen für seinen weiteren Weg sammeln. Mit eigenen Berufungserfahrungen im Gepäck wird er ab Herbst in der Abteilung Berufe der Kirche tätig sein.
Clara Straulino kommt ursprünglich aus dem Erzbistum Bamberg und ist im mittelfränkischen Baiersdorf bei Erlangen aufgewachsen. Dort war sie lange als Ministrantin und in Jugendgruppen aktiv und hat den christlichen Glauben immer mehr als Bereicherung für ihr Leben entdecken dürfen. Nach ihrem Abitur ist sie für das Theologiestudium nach Würzburg gezogen. Die vergangenen drei Jahre war sie für ihre Assistenzzeit in der Nürnberger Südstadt zu Hause und hat vorwiegend für die Gemeinde Herz Jesu gearbeitet. Sie war von Herzen gerne dort und erinnert sich an viele schöne Begegnungen und Gespräche über den Glauben. Zu ihren Aufgaben zählten neben der Erstkommunionvorbereitung unter anderem die Gestaltung und Feier von Wortgottesfeiern, Trauerfeiern, Seniorenheimgottesdiensten oder Krankenkommunionen. Wichtig geworden sind ihr in dieser Zeit auch ihr Engagement für die Notfallseelsorge und die Menschen aus dem Team, die sie dort kennenlernen durfte. Voller Vorfreude schaut sie nun auf ihren weiteren beruflichen Weg, der sie nach Neuburg an der Donau führen wird. Sie wird zum einen in der Pfarreiengemeinschaft Neuburg St. Peter/Hl. Geist mit dem Schwerpunkt auf Konzeption und Aufbau einer Jugend-Cityseelsorge und zum anderen im Fachbereich Behindertenseelsorge für das Bistum Augsburg tätig sein.
Felicia-Natalie Trefon (27 Jahre) stammt ursprünglich aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Augsburg. Aufgewachsen ist sie in Stuttgart und entwickelte dort schon früh Begeisterung und Interesse an theologischen Fragestellungen. Besonders gefördert wurde dies durch den schulischen Religionsunterricht. Nach ihrem Abitur entschied sie sich schließlich für ein Studium der Katholischen Theologie an der Universität Augsburg. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium verbrachte sie ihre dreijährige Assistenzzeit in der Pfarrgemeinde Königsbrunn. Dort widmete sie sich neben dem Religionsunterricht in Grund- und Mittelschule der Jugend- und Familienpastoral, den Ministrantinnen und Ministranten, der Vorbereitung von Schulkindern auf ihre Taufe sowie der jährlichen Ferienfreizeit für Kinder in den Sommerferien. Sie freut sich nun sehr darauf, ab September 2026 beim Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) Diözesanverband Augsburg tätig sein zu dürfen und dort ihre bisherigen Erfahrungen einzubringen, neue Aufgaben zu übernehmen und die Arbeit des Verbandes aktiv mitzugestalten.
Sebastian Trefon (27 Jahre) stammt gebürtig aus Neuburg an der Donau im Nordosten des Bistums, wo er auch aufgewachsen ist. Bereits früh durfte er als Ministrant, später als Oberministrant und Gruppenleiter, mit Kindern und Jugendlichen den Schatz des Glaubens im Dienst am Altar erfahren. Nach seinem Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport absolvierte er das Studium der Katholischen Theologie in Augsburg und Wien. Im Anschluss daran begann er seine Berufseinführung in der Pfarreiengemeinschaft Bobingen. Dort durfte er neben der Erstkommunionvorbereitung und der Öffentlichkeitsarbeit vor allem Ansprechpartner für die Ministrantinnen und Ministranten der PG sein. Ab September wird er als Referent für Ministrantenpastoral das Team des Bischöflichen Jugendamts ergänzen. Es freut ihn sehr, den Weg, den er einst selbst als Ministrant eingeschlagen hat, nun im hauptamtlichen Kontext weiterzuführen. Dabei wird er Ministrantengruppen im Bistum beratend zur Seite stehen, aber auch Großveranstaltungen wie die Ministrantenwallfahrt nach Rom organisieren. Diese Vielfalt an organisatorischer und theologisch-inhaltlicher Arbeit reizt ihn sehr und er hofft, durch sein Wirken die Kinder und Jugendlichen in ihrem Engagement am Altar und in der Gemeinde vor Ort zu bestärken. Einen Ausgleich findet Sebastian Trefon insbesondere beim Fußballspielen, sodass er bereits während seiner Zeit als Pastoralassistent Teil der Augsburger und Bayerischen Seelsorgeauswahl geworden ist.
Gemeindereferentinnen
Antonia Baur (29 Jahre) lebt in Landsberg am Lech. Aufgewachsen ist sie in Straßberg bei Bobingen, wo sie von klein auf in ein lebendiges Gemeindeleben in der Pfarrei Heilig Kreuz eingebunden war und aktiv mitgewirkt hat. In ihrer Familie, ihrer Heimatgemeinde wie auch in anderen Ehrenämtern und Vereinen wurde die Sorge und die Liebe um die Nächsten stets großgeschrieben und als christlicher Auftrag aktiv gelebt. Dies hat sie stark geprägt. So hatte sie schon früh den Wunsch, beruflich einen sozialen Weg einzuschlagen. Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau und dem nachgeholten Fachabitur führte sie ihr Weg zur Katholischen Stiftungshochschule Benediktbeuern. Ihrer christlichen Grundhaltung folgend, absolvierte sie dort das Doppelstudium aus „Soziale Arbeit" und „Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit". Während der Studienzeit verwoben sich beide Studiengänge immer mehr zur inneren Überzeugung, diakonisch bzw. sozialpastoral arbeiten zu wollen. Bereits ihre Bachelorarbeit, in der sie die Chancen und Grenzen einer sozial-raumorientierten Kooperation von Kommunen und Kirchengemeinden anhand des Projekts der ILE-ZAM untersuchte, führte sie in die Pfarreien- und Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhausen im Unterallgäu. Dort durfte sie auch das Praxissemester der Religionspädagogik absolvieren. Dabei lernte sie die Arbeit vor Ort schätzen und freute sich, dieses Stellenmodell aus Religionsunterricht, Pfarreiarbeit und Sozialer Arbeit im Projekt der ILE-ZAM im Rahmen ihrer Gemeindeassistenzzeit fortzuführen. Ab September führt sie ihre nächste Wegetappe in das Dekanat Landsberg am Lech als Dekanatsreferentin.
Birgit Reichert ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie im Augsburger Stadtteil Pfersee. Aus einer Familie stammend, in der der Glaube selbstverständlich gelebt wurde, entschied sie sich nach dem Abitur zunächst für ihren Traumberuf als Physiotherapeutin. Ihren Glauben und ihr Engagement in der Pfarrgemeinde verlor sie dabei jedoch nie aus dem Blick. Durch ihre Kinder lernte sie noch einmal neu, was es bedeutet, im Glauben Vorbild zu sein, christliche Werte bewusst zu leben und weiterzugeben. Gleichzeitig merkte sie, dass sie auf viele Fragen ihrer eigenen Kinder, aber auch der Kinder in der Erstkommunion- und Firmvorbereitung, keine für sie zufriedenstellenden Antworten geben konnte. Deshalb entschied sie sich für das berufsbegleitende Fernstudium der Theologie an der Domschule Würzburg. Die vielfältigen Begegnungen mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen, die praktischen Einsätze während des Studiums sowie spirituellen Erfahrungen ließen in ihr den Wunsch wachsen, Gemeindereferentin zu werden. Nach ihrer Assistenzzeit in der Pfarreiengemeinschaft Augsburg-Haunstetten, wird Frau Reichert ab September einen Teil ihrer Arbeitszeit in der Pfarreiengemeinschaft Augsburg-Mitte und den anderen Teil in der Pfarrei Herz Jesu in Augsburg verbringen. Sie freut sich darauf, gemeinsam mit dem hauptamtlichen Team und vielen engagierten Menschen Kirche vor Ort zu gestalten.
Zu den pastoralen Berufen:
Pastoralreferent/-innen arbeiten als Theologen mit kirchlichem Auftrag in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und übernehmen dort Aufgaben in der sogenannten Kategorialseelsorge, zum Beispiel in der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge sowie in den Bereichen Ehe- und Familienpastoral, Gemeindeentwicklung und Erwachsenenbildung. Teilweise werden Pastoralreferenten auch in Pfarrgemeinden eingesetzt. Voraussetzung für den Beruf des Pastoralreferenten ist ein Theologiestudium und die Teilnahme am Interessenten- und Bewerberkreis für Pastoralreferenten/-innen der Diözese Augsburg. Nach dem Studium ist die dreijährige Pastoralassistentenzeit zu absolvieren, die mit der zweiten Dienstprüfung endet.
Gemeindereferent/-innen arbeiten in der Regel selbstständig in einer Seelsorgeeinheit unter der Leitung eines Pfarrers und im Religionsunterricht an Grund-, Mittel- und Förderschulen. Im pastoralen Bereich sind sie zum Beispiel eingesetzt in der Kinder- und Jugendarbeit, der Sakramentenkatechese, der Erwachsenenbildung sowie in der Schulung und Begleitung von Ehrenamtlichen. Sie leiten und begleiten Glaubenskurse, moderieren Arbeits- und Gesprächskreise und vernetzen und koordinieren Anliegen von Gruppen und Einzelpersonen. Für die Ausbildung zum Gemeindereferenten sind ein religionspädagogisches Studium und die Teilnahme am Bewerberkreis für Gemeindereferenten/-innen der Diözese Augsburg Voraussetzung. Nach dem Studium und dem berufspraktischen (Halb-)Jahr schließt sich eine zweijährige Assistenzzeit in einer Seelsorgeeinheit und im Religionsunterricht an, die mit der zweiten Dienstprüfung abgeschlossen wird.