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Wichtiges
Interreligiöser Dialog

Auszeichnung für Bischof Bertram

30.10.2026

Das muslimisch geprägte Interkulturelle Dialogzentrum (IDIZEM) hat Bischof Dr. Bertram Meier bei einem Festakt im Münchener Künstlerhaus mit dem „Dialogpreis 2026“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Münchener Verein, wie es in der Laudatio heißt, „das langjährige Engagement des Bischofs für den ökumenischen und interreligiösen Dialog sowie seinen Einsatz für Verständigung, Frieden und ein respektvolles Zusammenleben der Religionen.“ IDIZEM hat sich laut Vereinssatzung zum Ziel gesetzt, Brücken zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen zu bauen.

Die Laudatio auf den Bischof hielt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern, Archimandrit Georgios Siomos. Er betonte, dass Bischof Bertram sich seit vielen Jahren „mit großer persönlicher Überzeugung“ für die Begegnung und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen einsetze: „Sein Wirken ist geprägt von der Überzeugung, dass die Verwurzelung im eigenen Glauben und die Offenheit gegenüber anderen religiösen Traditionen keine Gegensätze darstellen, sondern eine wichtige Grundlage für einen aufrichtigen und respektvollen Dialog bilden.“

Besondere Verdienste habe er sich um die christlich-muslimische Verständigung erworben. Als Beispiel nannte Siomos die im Februar 2026 von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichte Arbeitshilfe „Christlich-muslimische Beziehungen in Deutschland“, deren Entstehung Bischof Bertram in leitender kirchlicher Verantwortung begleitet habe. Die Veröffentlichung vermittele ein differenziertes Bild muslimischen Lebens in Deutschland und biete wichtige theologische und praktische Orientierung für das christlich-muslimische Zusammenleben.

Archimandrit Georgios Siomos: „Mit der Verleihung des IDIZEM-Dialogpreises 2026 würdigt IDIZEM eine Persönlichkeit, die mit großer Überzeugung, Weitsicht und Beständigkeit Brücken zwischen den christlichen Kirchen sowie zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen baut. Sein Wirken steht beispielhaft für einen Dialog, der aus dem eigenen Glauben heraus Offenheit schafft, Vertrauen wachsen lässt und Verständigung als gemeinsame Verantwortung für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt begreift.“

Der IDIZEM-Dialogpreis wurde im Jahr 2006 ins Leben gerufen und wird seither alle zwei Jahre im Rahmen eines Festaktes im Münchner Künstlerhaus verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem die BMW Group, Prof. Peter Beer, Uschi Glas, Alois Glück, Heribert Prantl und Christian Ude.

IDIZEM versteht sich selbst nicht primär als klassische religiöse oder muslimische Vereinigung, sondern als ein kultur- und religionsübergreifender, gemeinnütziger Verein. Die Organisation hat dennoch starke muslimische Wurzeln und Bezüge. Sie bezeichnet Toleranz, Bildung und interreligiösem Dialog als zentrale Leitgedanken für ihr Wirken.