Bischof Bertram zu neuen Festnahmen in Nicaragua
Bischof Dr. Bertram Meier äußert sich als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz in einem Statement zur Festnahme des emeritierten Bischofs von Estelí sowie eines Priesters und eines Diakons in Nicaragua. Darin ruft er die Gläubigen auf, für ihre verfolgten Glaubensgeschwister in dem mittelamerikanischen Land zu beten.
Das Statement im Wortlaut:
„Seit Jahren beobachten wir mit Sorge, wie das Regime des nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega immer härter gegen kirchliche und zivilgesellschaftliche Oppositionskräfte im eigenen Land vorgeht. Unsere Schwestern und Brüder dort leiden unter den zunehmenden Repressionen und der systematischen Unterdrückung der Religionsfreiheit. Zahlreiche Ordensleute, Priester und Bischöfe wurden bereits schikaniert, inhaftiert oder ins Exil gezwungen. Vor wenigen Tagen wurden nun auch der emeritierte Bischof von Estelí, Bischof Juan Abelardo Mata, sowie ein Priester und ein Diakon festgenommen, nachdem Bischof Mata in einem Gottesdienst die Gläubigen dazu aufgerufen hatte, für eine vom Staat verfolgte Kirche zu beten. Zwar wurde Bischof Mata nach internationalem Druck, insbesondere aus den USA, inzwischen wieder freigelassen. Er steht jedoch weiterhin unter Hausarrest und wird ständig überwacht. Der Priester und der Diakon müssen sich in regelmäßigen Abständen bei der Polizei melden.
Dieser Fall zeigt erneut die staatliche Willkür, mit der Ortega gegen kritische Stimmen vorgeht. Hier ist ein Autoritarismus am Werk, der die Menschen in Nicaragua zunehmend unterjocht.
Ich bitte Sie: Schließen wir uns dem Aufruf von Bischof Mata an und beten wir gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern in Nicaragua für die vom Staat verfolgte Kirche! Beten wir für Bischof Mata, den Priester und den Diakon und für alle, die unter Repressionen leiden. Beten wir für den Wandel in Nicaragua und überall dort, wo die Freiheitsrechte der Menschen beschränkt und angegriffen werden.“