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„IN DEINE HÄNDE LEGE ICH VOLL VERTRAUEN MEINEN GEIST“ (PSALM 31,6)

Psalm 31,6 als Jesu Sterbegebet nach dem Evangelisten Lukas (Lukas 23,46)

26.03.2026 19:00 bis 20:45

Vortrag zur Einstimmung in die Karwoche im Haus Sankt Ulrich, Augsburg

Pompeo Batoni, Kreuzigung (Detail), 1762; Bildrecht: gemeinfrei, wikicommons

Ein Gebet radikalen Vertrauens

Seit vielen Jahren bringt Prof. Dr. Franz Sedlmeier seine Expertise als Alttestamentler und seine Erfahrung als Pfarrer, geprägt von der Spiritualität der Fokolarbewegung, ins Akademische Forum ein. Dieses Jahr wird er die Einstimmung in die Karwoche nicht wie gewohnt im Rahmen einer Studienveranstaltung am Nachmittag, sondern als Abendvortrag gestalten, um berufstätigen Menschen die Teilnahme zu erleichtern.

Prof. Pfr. Sedlmeier thematisiert das Sterben Jesu nach dem Evangelisten Lukas und insbesondere das Sterbegebet Jesu:

Es war schon um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach - bis zur neunten Stunde. 45 Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei. 46 Und Jesus rief mit lauter Stimme: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Mit diesen Worten hauchte er den Geist aus. 47 Als der Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte: Wirklich, dieser Mensch war ein Gerechter. 48 Und alle, die zu diesem Schauspiel herbeigeströmt waren und sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen weg. 49 Alle seine Bekannten aber standen in einiger Entfernung, auch die Frauen, die ihm von Galiläa aus nachgefolgt waren und die dies mit ansahen.

Für viele Gläubige gehört der Moment der Vergegenwärtigung des Sterbens Jesu zu den ergreifendsten in der Heiligen Woche. Vielen ist nicht bekannt, dass Jesus hier den Psalm 31 betet. Die Kontextualisierung des Berichts nach dem Evangelisten Lukas mit Psalm 31 erschließt die radikale Hingabe und ein tiefes Vertrauen Jesu zu Gott. Jesus erweist sich hier auch in seinen letzten Worten als "göttlich-menschlicher Beter". Die Reflexion dieser Zusammenhänge verdeutlicht so an zentraler Stelle den christlichen Glauben und die Bedeutung des Sterbens Jesu als Heilstat.

Programm

19.00 Uhr Begrüßung und Einführung

19.05 Uhr Psalm 31,6 als Jesu Sterbegebet nach dem Evangelisten Lukas (Lukas 23,46)

Prof. Pfr. Dr. Franz Sedlmeier

20.30 Uhr Rückfragen und Diskussion

ca. 20.45 Uhr Ende der Veranstaltung

Der Referent

Bildrecht: privat

Prof. Dr. Franz Sedlmeier
Studium der Katholischen Theologie an den Universitäten Eichstätt, Münster, Rom (Päpstliche Universität Gregoriana). 1981 Priesterweihe für die Diözese Eichstätt. 1989 Promotion über zentrale Texte des Ezechielbuches an der Universität Mainz. 1996 Habilitation über das Motiv „Jerusalem“ in den
Psalmen. Von 2000 bis 2020 Professor für Alttestamentliche Wissenschaft an der Katholisch Theologischen Fakultät der Universität Augsburg.
Seit Sommer 2018 Ordentliches Mitglied der Pontificia Academia Theologica. Bischof Dr. Bertram Meier hat ihn zum Mitglied des Synodalteams des Bistums Augsburg ernannt.

Kosten

6.- EUR; Schüler und Studenten frei

Anmeldung

erbeten per E-mail an akademisches-forum@bistum-augsburg.de

Veranstaltungsort

Haus Sankt Ulrich, Augsburg

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Veranstalter

Akademisches Forum der Diözese Augsburg

akademisches-forum@bistum-augsburg.de