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Ministrantenpastoral

Diözesane Rätschaktion in Birkhausen eröffnet

30.03.2026

Augsburg (pba). Wenn von Gründonnerstag bis Karsamstag die Kirchenglocken schweigen, holen die Ministrantinnen und Ministranten des Bistums ihre Rätschen heraus. Ihren ersten Einsatz mit den klappernden Holzinstrumenten hatten die Mädchen und Jungen aber bereits an diesem Montag. Zur Eröffnung der diözesanen Rätschaktion in Birkhausen (Wallerstein) ließen sie es auf dem Kirchplatz richtig krachen. Auch Bischof Bertram hatte seine Freude und rätschte ordentlich mit. 

Im Wortgottesdienst zu Beginn der Eröffnungsfeier ging Bischof Bertram auf die soziale Komponente des Rätschens, das Sammeln für einen guten Zweck ein. „Ich finde es großartig, dass wir das Förderzentrum ‚Ninos de las Estrellas‘ und damit 130 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit geistigen und körperlichen Einschränkungen unterstützen“, lobte er den Einsatz der Kinder und Jugendlichen für benachteiligte Menschen. Dieser entspräche genau dem gehörten Evangelium und einem christlichen Tun.

Wie eine christliche Nächstenliebe nicht nur im Sammeln von Spenden, sondern auch im alltäglichen Leben umgesetzt werden kann, stellte der Bischof in drei Beispielen vor. So lud er die Kinder ein, sich in der Schule gegen Mobbing einzusetzen und älteren Menschen auf der Straße, in Bus oder Bahn zu helfen. Auch Lästereien und abwertende Kommentare im Internet könne Menschen in ihrer Würde verletzen und passe nicht zu einem Tun im Sinne Jesu, erinnerte Bischof Bertram. „‚Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.‘ (Mt 25,40) Man könnte das auch umdrehen und sagen: Was wir für einen anderen Menschen nicht oder schlecht getan haben, das haben wir Jesus und damit Gott selbst angetan!“

Nach dem Wortgottesdienst hatten die Ministrantinnen und Ministranten Gelegenheit, sich im Pfarrheim näher mit dem Förderprojekt in Chile auseinanderzusetzen. So gab ein Film zunächst Einblicke in das Förderzentrum und zeigte die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem täglichen Leben und Arbeiten. Danach gab es Stationen zum Basteln und Spielen.    

Um kurz vor 12 Uhr hatten die Minis dann aber nur noch für ihre Rätschen Kopf. Von kleinen Handinstrumenten, rollenden Fahrgeräten bis zur vermutlich größten Rätsche der Welt war der Kirchplatz mit sämtlichen, krachenden Holzinstrumenten gefüllt und dementsprechend laut wurde es schließlich auch. Mit bischöflicher Unterstützung galt es um Punkt zwölf Uhr nur noch ein Motto umzusetzen: „Krach machen, um andere aufzurütteln“.

Spenden für ein Förderzentrum in Chile

Die diözesane Rätschaktion wird jährlich von der „aktion hoffnung“, der Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat und dem Bischöflichen Jugendamt organisiert. Die teilnehmenden Ministrantengruppen sammeln beim Rätschen Spendengelder, die im Anschluss einem weltkirchlichen Projekt zugutekommen. Heuer wird das Förderzentrum „Ninos de las Estrellas“ in Los Angeles in Chile gefördert, wo über 100 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit geistigen und körperlichen Einschränkungen einen Schulabschluss und Möglichkeit auf eine weiterführende Ausbildung erhalten. Die Fördergelder werden für den Umbau der Küche benötigt, wo zentrale Inhalte der Ausbildung stattfinden. Ziel ist es, jungen Menschen auch außerhalb des Förderzentrums eine Anstellung zu ermöglichen, damit sie für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen können.