Festgottesdienst mit Weihbischof Losinger
Die kleine Gemeinde Unterliezheim bei Lutzingen im Dekanat Dillingen blickt in diesem Jahr auf ihr 1.000-jähriges Bestehen zurück. Seine erstmalige urkundliche Erwähnung findet das Dorf mit der Gründung eines Benediktinerinnenklosters im Jahr 1026. Ein Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger am Sonntag, 5. Juli um 9 Uhr in der Kirche St. Leonhard wird an die langen Wurzeln von Kirche und Dorf erinnern.
Zahlreiche Veranstaltungen werden das Festwochenende darüber hinaus flankieren. Bereits am Freitagabend werden Schauspieler die Geschichte des Ortes in einem großen Historienspiel unter dem Titel „Das Klostergeheimnis von Unterliezheim“ aufleben lassen. Am Samstag und Sonntag wird neben Kirchenführungen und mehreren musikalischen Aufführungen ein Ritterspiel gezeigt.
Geschichte der Wallfahrtskirche
Unterliezheim war seit jeher durch das Kloster geprägt. Zunächst diente es als Frauenkloster, bevor es an die Benediktinerabtei St. Ulrich und Afra in Augsburg übergeben wurde. In Form eines Expositurpriorats wurde es bis zur Säkularisation von Benediktinermönchen bewohnt.
Das heutige Klostergebäude erstrahlt als imposanter zweigeschossiger Sattelbau, dessen Geschichte sich aus zwei Bauphasen zusammensetzt. Das gewölbte Erdgeschoss stammt ursprünglich aus dem Jahr 1690 und wurde während des umfassenden Umbaus zwischen 1772 und 1775 in das bestehende Bauwerk integriert.
Die einstige Kloster- und heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Leonhard ist das Hauptwerk des Gundelfinger Baumeisters Johann Windtschmidt. Sie überrascht in ihrem Inneren durch qualitätsvolles Rokoko.