Menü
Social Media
Wichtiges
Öffentlichkeitsarbeit und Medien

Gutes tun - und darüber reden

25.10.2026

Sich in der Öffentlichkeit passend zu repräsentieren und die eigenen Themen und Informationen effektiv nach außen zu transportieren – zwei Herausforderungen, die in der modernen Zeit zentraler sind denn je. Auf dem 5. Diözesanen Medientag am Samstag stand daher im Zentrum die Frage, wie die Kirche von heute sich für die Öffentlichkeitsarbeit von morgen vorbereiten kann.

Über hundert Menschen aus den unterschiedlichsten kirchlichen Verbänden, Stellen und Kirchenstiftungen waren der Einladung der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Medien im Bischöflichen Ordinariat gefolgt und kamen im Augsburger Haus Sankt Ulrich zusammen, um in insgesamt zwölf Workshops mehr über die Facetten der Öffentlichkeitsarbeit zu lernen. Bei der Eröffnungsversammlung zeigte sich Abteilungsleiter Ulrich Bobinger über die große Teilnehmerzahl erfreut: „Sie tun so viel Richtiges, Wichtiges und Gutes und wollen dies nach außen hin tragen – schön, dass Sie da sind!“

In einem einführenden Kurzvortrag sprach zudem der Leiter der diözesanen Fortbildungsabteilung Dr. Rudolf Häselhoff von der kürzlich erst herausgegebenen KI-Ordnung des Bistums Augsburg, die für eine ethische und zielgerichtete Nutzung Künstlicher Intelligenz eine sichere Grundlage bieten wolle: „Bleiben Sie diejenigen, die die Verantwortung und das Heft in der Hand halten, dann kann die KI Ihnen mehr Möglichkeiten geben, Menschen untereinander und mit Gott in Verbindung zu bringen.“ Gerhard Kinader vom Augsburger Sankt Ulrich Verlag stellte zudem kurz ein von seinem Team neu entwickeltes Programm vor, mit dem Pfarreien in Zukunft mit wenig Aufwand ansprechende Pfarrbriefe erstellen können: „Das Werkzeug, das wir entwickelt haben, zielt darauf ab, dass man in möglichst kurzer Zeit mit sehr einfachen Werkzeugen einen Pfarrbrief mit einer gewissen Qualität erstellen kann.“ In zwei Workshops von ihm hatten die teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter von Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften zudem die Gelegenheit, die Möglichkeiten des Tools im Detail kennenzulernen.

Den Teilnehmenden wurden Theorie und Praxis der Öffentlichkeitsarbeit in allen Formen vermittelt.

Den Teilnehmenden wurden Theorie und Praxis der Öffentlichkeitsarbeit in allen Formen vermittelt.

Damit war dann auch das Feld für die weiteren Workshops und Kurse eröffnet, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit weiterschulen konnten. Dabei war das thematische Spektrum überaus weit gefächert: Vom Schreiben einer gelungenen Pressemitteilung über effektives Fundraising bis hin zur Rolle des Datenschutzes in der Öffentlichkeitsarbeit wurden die unterschiedlichsten Themen und Facetten angesprochen. Anna Parschan vom Bayerischen Rundfunk zeigte auf, wie Videoarbeit für soziale Medien funktionieren kann, während Birgit Geiß und Sebastian Herzog von katholisch1.tv in ihren Workshops den Teilnehmenden beibrachten, wie man sich souverän in einer Interviewsituation vor der Kamera verhält. Iris Hahn übte in ihrem Workshop die gelungene Schaukasten-Gestaltung, Leander Stork sprach über Chancen, Herausforderungen und Probleme von Sozialen Medien und Diözesan-Oberrechtsrätin Christina Lorenz referierte über Urheberrecht im kirchlichen Bereich.

Am Nachmittag ging dann ein für alle Beteiligten spannender und informativer Tag zu Ende. „Kurzweilig und lehrreich“ seien die Workshops gewesen, resümierte eine Teilnehmerin. „Tue Gutes und rede darüber“, zitierte auch Ulrich Bobinger abschließend die alte Weisheit und war sich sicher: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des fünften Diözesanen Medientags seien nun perfekt vorbereitet, um eben dieses nun auch in die Tat umzusetzen.

Der Diözesane Medientag des Bistums Augsburg wird von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Medien im Bischöflichen Ordinariat veranstaltet und findet alle zwei Jahre statt. Die nächste Auflage ist für den 14. Oktober 2028 geplant.