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Wichtiges
Renovabis-Schulwettbewerb

Jugendliche für soziales Engagement ausgezeichnet

08.05.2026

Augsburg (pba). Für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Königsbrunner Tafel sind an diesem Freitag Jugendliche der Brunnenschule Königsbrunn mit dem ersten Preis des Renovabis Schülerwettbewerbs ausgezeichnet worden (Preisgeld: 1.000 Euro). Bei einem Empfang im Rokokosaal der Regierung von Schwaben würdigten Weibischof Florian Wörner, Regierungspräsidentin von Schwaben, Barbara Schretter, der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, Prof. Thomas Schwartz sowie Prof. Harald Lesch das herausragende Engagement der Jugendlichen zum Wohl des sozialen Miteinanders.

Der Wettbewerb zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ wurde im Rahmen der Renovabis-Pfingstaktion initiiert. Sie wird in diesen Tagen mit einem Gottesdienst, zahlreichen Veranstaltungen und Gästen bundesweit im Bistum Augsburg eröffnet. 

Bei der Verleihung wurden außerdem zwei weitere Initiativen mit einem zweiten und dritten Preis geehrt. So wurden die Ganztagsschülerinnen und -schüler der Wirtschaftsschule Max-von-Pettenkofer in Neuburg a. d. Donau für ihre regelmäßigen Besuche im Seniorenzentrum mit dem zweiten Preis belohnt (Preisgeld: 600 Euro). Den dritten Preis erhielten Schülerinnen und Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien für eine Spielzeugversteigerung zu sozialen Zwecken (Preisgeld: 400 Euro). Ein Sonderpreis wurde der Mädchenrealschule Maria-Ward in Kempten zuteil (Preisgeld: 250 Euro). Mit der Gründung von „Werte-Teams“ haben sie das Thema Inklusion mit verschiedenen Projekten in der gesamten Schulgemeinschaft umgesetzt.

Ins Seniorenzentrum Freude bringen: Dafür sind diese Schülerinnen und Schüler geehrt worden (Foto: Maria Rösch / pba)
Ins Seniorenzentrum Freude bringen: Dafür sind diese Schülerinnen und Schüler geehrt worden (Foto: Maria Rösch / pba)

„‚Geben ist seliger als nehmen‘, gibt uns Jesus mit auf den Weg (Apg 20,35). Es macht tatsächlich glücklich, für andere da zu sein, anzupacken, Zeit und Kraft zu schenken. Diese Erfahrung konnten einige Jugendliche der Königsbrunner Brunnenschule im Rahmen ihres regelmäßigen Einsatzes für bedürftige Menschen bei der Königsbrunner Tafel machen“, fasste Weihbischof Florian Wörner den Einsatz der Jugendlichen in seiner Laudatio zusammen. Seinen Dank für das wertvolle Projekt verband der Weihbischof gleichzeitig mit dem Wunsch auf ein Fortbestehen und eine Weiterentwicklung der Kooperation. „Sie leistet einen großartigen Beitrag zu mehr Mitmenschlichkeit, Solidarität und Inklusion. Sie ermöglicht den Jugendlichen das Erleben von Selbstwirksamkeit, ist sinnstiftend und macht glücklich.“

Den Wert einer gemeinschaftlichen Aktivität stellte auch der bekannte Professor für Astrophysik und Wissenschaftsjournalist, Harald Lesch, bei der festlichen Verleihung heraus: „Zusammen zu agieren und zusammen zu handeln, das ist etwas, das in uns Menschen sehr tief angelegt ist und uns ganz stark ausmacht.“ Mit anderen zusammen etwas gemeinsam zu bewirken, sei gerade in krisenhaften Zeiten wie heute ein wichtiges Instrument den Herausforderungen zu begegnen, so Lesch zur besonderen Bedeutung jedes einzelnen Schulprojekts.  

Sie sind mit dem 3. Preis für ihre Spielzeugversteigerung ausgezeichnet worden. (Foto: Maria Rösch / pba)
Sie sind mit dem 3. Preis für ihre Spielzeugversteigerung ausgezeichnet worden. (Foto: Maria Rösch / pba)

„Für mich ist jedes Projekt Sieger. Wer sich engagiert, gewinnt immer“, lobte auch die Regierungspräsidentin Barbara Schretter die vielfältigen Ideen, die an den Schulen für das Wohl der Gesellschaft umgesetzt wurden. Schulen seien nicht nur Orte der Wissensvermittlung, sondern auch der Bildung von Herz und Charakter.     

Der Wettbewerb wurde ausgeschrieben, um soziale Projekte hervorzuheben, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und dem Motto der Pfingstaktion „zusammen_wachsen“ ein reales Gesicht verleihen. Er richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis elf im Bistum Augsburg. Gesucht wurden Projekte, die das Gemeinschaftsgefühl in Schule oder Gemeinde fördern, sich für benachteiligte Menschen einsetzen, Brücken innerhalb der Gesellschaft bauen oder für Mitmenschlichkeit werben. Insgesamt hatten sich 13 Klassen für den Preis beworben. 

Die Jury bestand aus Weihbischof Florian Wörner, Bischofsvikar für Schule im Bistum Augsburg, Prof. Dr. Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer von Renovabis und Susanne Reif, Abteilungsdirektorin im Bereich Schulen bei der Regierung von Schwaben.