Menü
Social Media
Wichtiges
Pfarrei Asbach-Bäumenheim

Maria Immaculata bekommt neue Glocke

26.09.2026

Die Katholikinnen und Katholiken der Pfarreiengemeinschaft Schmutter-Lech im Dekanat Donauwörth freuen sich über die Ergänzung ihres Geläuts für die Pfarrkirche in Asbach-Bäumenheim. Am Samstag wurde die neue Glocke im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes durch Bischof Dr. Bertram Meier gesegnet. Gleichzeitig feierte die Gemeinde auch das 50. Weihejubiläum ihrer Maria Immaculata-Kirche.

Zu Beginn seiner Predigt erinnerte der Bischof an den heiligen Franz von Assisi, dessen Todestag sich 2026 zum 800. Mal jährt. Dieser habe die Idee zum dreimaligen (Angelus-)Läuten einst von einer Reise nach Ägypten mitgebracht. Dank vieler großzügiger Spenden sei in Asbach-Bäumenheim der Ausfall des Geläuts verhindert worden. Nur so sei es möglich gewesen, die alten Glocken zu sanieren und das Geläut sogar noch durch eine weitere Glocke zu ergänzen. Diese sei im Sommer bei der Glockengießerei Rudolf Perner in Passau gegossen worden.

So wie die Glocken gemeinsam ein Klangspiel ergeben würden, so sei auch jedes einzelne Gemeindemitglied bedeutungsvoll für das Zusammenspiel in der Pfarreiengemeinschaft. Bischof Bertram: „Ihr Ton, den Sie als getaufte Christen reingeben, spielt eine Rolle. Mit jedem Einzelnen, der hier anpackt, verändert sich die Klangwelt; je mehr es sind, die sich einbringen, desto reicher ist ihr Gemeindeleben und umso kraftvoller erklingt die christliche Stimme in Asbach-Bäumenheim und darüber hinaus.“ Die Glocken würden aber vor allem daran erinnern, den Alltag zu unterbrechen, Sorgen hinter sich zu lassen und „uns dem Himmel entgegenzustrecken“.

Die Segnung einer Glocke:
  • Nimmt in der Regel der Diözesanbischof oder ein extra beauftragter Priester vor.
  • Kann im Rahmen einer Wortgottesfeier oder einer Eucharistiefeier erfolgen.
  • Der Zelebrant spricht ein Segensgebet, besprengt die Glocke mit Weihwasser, inzensiert sie mit Weihrauch und salbt sie mit Chrisam-Öl.
  • Danach wird sie zum ersten Mal mit Hilfe eines Hammers angeschlagen.

 

Bezug nahm der Bischof auch auf die Inschrift auf der neuen Glocke: „Gottvertrauen und Zuversicht“. Diese beiden Eigenschaften wünsche er auch für das gemeinsame Wirken in der Pfarrei. Die Gläubigen forderte er daher auf, „Ihre Tonart dazulegen, sich auszuprobieren und einzubringen“. Die Beziehung zueinander und zu Jesus Christus solle zum Motor für das eigene Tun werden, „damit Kirche vor Ort nicht zum Stillstand kommt“.

Hintergrund:

Neben des Gusses der neuen Glocke stand die Sanierung des gesamten Geläutes im Fokus der Pfarrei. Immer wieder waren Ausfälle an den Motoren zu beklagen gewesen, auch die Stundenschläge waren nicht mehr zuverlässig zu hören. Im Hinblick auf das 50. Weihejubiläum der Pfarrkirche hatte die Kirchenverwaltung beschlossen, die Sanierung der Anlage anzugehen. Das Geläut erhielt neben neuen Motoren und Hämmern auch eine neue Steuerungseinheit – damit verbunden auch eine neue Uhr. Insgesamt summierten sich die Kosten auf rund 30.000 Euro, die vor allem durch Spenden aufgebracht wurden. Dass dann sogar noch eine neue, kleine Glocke hinzukam, geht auf die Initiative eines Ehepaares zurück, die der Pfarrei so ein ganz besonderes Jubiläumsgeschenkt machen konnten.

Die neue Glocke wiegt circa 250 Kilogramm und hat einen Durchmesse von 750 Millimetern. Sie trägt den Schriftzug „Für Zuversicht und Gottvertrauen“ und ist mit dem Logo der Pfarreiengemeinschaft geschmückt.

Zur Übersicht Bistum Augsburg