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Schule und Religionsunterricht

Mit Engagement in die Ausbildung

11.09.2026

Vom 9. bis 11. September fanden im Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen die Einführungstage für neue Religionslehrkräfte im Bistum Augsburg statt. In zwei Seminargruppen begannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer damit ihre Aus- und Weiterbildung für den Religionsunterricht im Kirchendienst.

Das Seminar für Grund-, Mittel- und Förderschulen unter der Leitung von Seminarrektorin i. K. Rebekka Jähnig startete dabei mit fünf Teilnehmerinnen. Im Seminar von Oberstudienrat i. K. Hans-Christian Richter versammelten sich wiederum acht Religionslehrkräfte für die weiterführenden Schulen.

Die Teilnehmerinnen des Seminars für Grund-, Mittel- und Förderschulen unter der Leitung von Seminarrektorin i.K. Rebekka Jähnig (r.) (Fotos: Julian Schmidt / pba)

Die Teilnehmerinnen des Seminars für Grund-, Mittel- und Förderschulen unter der Leitung von Seminarrektorin i.K. Rebecca Jähnig (r.) (Fotos: Julian Schmidt / pba)

Die Einführungstage boten den neuen Religionslehrkräften einen gemeinsamen Start in die neuen Aufgaben. Neben organisatorischen Informationen und wichtigen Grundlagen für den bevorstehenden Schulalltag stand vor allem das gemeinsame Arbeiten und der Austausch im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt lag auf der Beschäftigung mit dem Lehrplan. Dabei ging es nicht nur darum, Vorgaben kennenzulernen, sondern vielmehr um die Frage: Was braucht guter Religionsunterricht? Welche Themen sind für Kinder und Jugendliche heute relevant? Und wie können Lerngelegenheiten geschaffen werden, in denen Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissen erwerben, sondern sich auch mit den eigenen Fragen und Erfahrungen auseinandersetzen? Von der Planung einer Unterrichtsstunde bis hin zu konkreten didaktischen Überlegungen erhielten die angehenden Religionslehrkräfte praktische Anregungen für ihr erstes Schuljahr.

Dabei wurde auch der Gedanke des Theologen Johann Baptist Metz aufgegriffen: Religion kann eine „Unterbrechung“ des Alltags ermöglichen. Für Kinder und Jugendliche ist dies heute besonders bedeutsam. Zwischen Schule, Leistungsdruck, Social Media, digitalen Medien und einer stetigen Flut von Informationen gibt es nur wenige Momente, in denen bewusst innegehalten werden kann. Religionsunterricht kann solche Räume eröffnen: Räume zum Nachdenken, zum Fragen und zum Perspektivwechsel. Räume, in denen Schülerinnen und Schüler erfahren können: Meine Fragen sind wichtig. Mein Leben ist wichtig. Und ich darf über das nachdenken, was mich bewegt. Damit verbindet sich ein Religionsunterricht, der Hoffnung und Vertrauen ebenso thematisiert wie Angst, Schuld, Scheitern, Tod und die Suche nach einem gelingenden Leben.

Für Real- und Wirtschaftsschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen bereiten sich die Teilnehmenden mit Seminarleiter Oberstudienrat i.K. Hans-Christian Richter (r.) vor.

Für Real- und Wirtschaftsschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen bereiten sich die Teilnehmenden mit Seminarleiter Oberstudienrat i.K. Hans-Christian Richter (r.) vor.

Neben fachlichen und organisatorischen Inhalten hatten auch spirituelle Impulse ihren festen Platz in den drei Tagen. Sie boten Gelegenheit, den eigenen Weg als Religionslehrkraft in den Blick zu nehmen und sich bewusst mit der Frage auseinanderzusetzen, was es bedeutet, junge Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten. Die Verbindung von persönlicher Reflexion, fachlicher Arbeit und konkreten unterrichtspraktischen Fragen prägte die Tage in Leitershofen.

Die Abteilung Schule und Religionsunterricht des Bistums Augsburg heißt die neuen Religionslehrkräfte herzlich willkommen und wünscht ihnen für ihren Start an den Schulen viel Freude, Mut und Ausdauer sowie eine bereichernde und inspirierende Ausbildungszeit: Denn guter Religionsunterricht beginnt dort, wo Menschen bereit sind, sich gemeinsam auf die großen Fragen des Lebens einzulassen.

Text: Abteilung Schule und Religionsunterricht