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KJF Klinik Josefinum

Nächster Meilenstein erreicht: Hauskapelle „Zum Heiligen Geist“ geweiht

11.06.2026

Augsburg (KJF/pba). Die umfassende Modernisierung der KJF Klinik Josefinum, die zur Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. gehört, befindet sich auf der Zielgeraden. Mit der Weihe der neuen Hauskapelle „Zum Heiligen Geist“ und der Eröffnung der neuen Eingangshalle ist nun ein weiterer Meilenstein in dem Großprojekt erreicht. Gefeiert wurde dies am Donnerstag mit Gästen aus Kirche und Politik sowie Mitarbeitenden und Unterstützern der Klinik. Bischof Dr. Bertram Meier weihte die neue Hauskapelle im Rahmen eines Festgottesdienstes. Die Festrede hielt Barbara Schretter, Regierungspräsidentin von Schwaben.

In seiner Predigt stellte Bischof Bertram den Kirchenraum als einen besonderen Ort der Zuflucht inmitten von Krankheit und menschlicher Zerbrechlichkeit dar. Der neu geweihte Raum biete Patientinnen, Patienten, Angehörigen und dem medizinischen Personal einen Raum der Stille, an dem gebetet, geweint, gefragt und gehofft werden könne. "Geplagt von mancher Ungewissheit ist es ein Ort, an dem der Mensch einfach da sein darf, er kann zur Ruhe kommen, Klarheit gewinnen, neue Hoffnung schöpfen, durchschnaufen und spüren, wie das eng gewordene Herz sich wieder weitet." Altar und Ambo bezeichnete er als feste Ankerpunkte, an denen Christus im Wort und im Sakrament der Eucharistie leibhaftig erfahrbar ist. 

Einen weitereren Schwerpunkt legte Bischof Bertram auf die christliche Gemeinschaft, die leidende Menschen nicht allein lässt und das historisch tief im Glauben verwurzelte Pflegewesen bis heute trage. "Das Josefinum ist nicht nur ein Ort, wo einem manch schwerer Schicksalsschlag begegnet, es ist auch ein Ort, wo Menschen mit der Erfahrung ihrer Schwächen und Grenzen nicht allein sind. Stärkung, Trost und Rat – das brauchen nicht nur alle Patienten im Josefinum oder ihre Angehörigen." Das tue auch allen gut, die hier arbeiten. Auch für sie möge diese Kapelle ein Kraftort sein, sagte er und bedankte sich für das, was tagtäglich geleistet werde, um Neugeborenen einen guten Start, kranken Kindern und Jugendlichen, Müttern und Vätern einen Neustart ins Leben zu ermöglichen und um Frauen beizustehen, die den Kampf gegen den Krebs auf sich nehmen.

Mit der Beisetzung der Reliquien der heiligen Agatha und des heiligen Simpert im Altar verwies der Bischof darauf, dass diese beiden die richtigen Fürsprecher an diesem Ort seien: Als Patrone für kranke Kinder, Eltern, Hebammen und Krebspatienten stünden sie symbolisch für den Schutz und den Segen, den jeder Mensch beim Überschreiten dieser Kapellenschwelle erfahren soll.

Kapelle als Ort des Trostes und der Hoffnung
Domkapitular Armin Zürn, Aufsichtsratsvorsitzender der KJF Augsburg und rector ecclesiae der Kapelle, freut sich über den neuen Ort des Innehaltens im Klinikalltag: „Die Kapelle ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass im Josefinum nicht nur hervorragende medizinische Versorgung, sondern auch menschliche, seelsorgliche und spirituelle Begleitung ihren festen Platz haben. Die Kapelle soll ein Ort der Stille, des Trostes und der Hoffnung sein – für alle Menschen, die hier Hilfe suchen, arbeiten oder Angehörige begleiten.“

Die Kapelle ist als Rückzugsort für Menschen in schwierigen Situationen immer geöffnet. Zudem wird hier wöchentlich die Heilige Messe gefeiert und es finden Andachten, Segensfeiern und die jährliche Gedenkfeier für Sternenkinder statt. Die Gebetsnische mit Bild der Heiligen Familie bietet die Möglichkeit, Kerzen zu entzünden. Der Zugang ist auch für Patientinnen und Patienten im Krankenbett möglich.

Die sakrale Gestaltung der Kapelle mit Altar, Ambo, Tabernakel, Marienort und ewigem Licht hat der Künstler Robert M. Weber aus Grafing übernommen. Prägendes Element ist auch das von ihm gefertigte, raumhohe Stahl-Glaskreuz.

Neue Eingangshalle verkürzt Wege 
Ebenfalls eröffnet wurde die neue Eingangshalle im Josefinum. Sie ist künftig zentraler Anlaufpunkt für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige; auch die Patientenaufnahme befindet sich nun hier. Mit den neuen Aufzügen vereinfachen sich zudem die Wege in die verschiedenen Stationen und die Wartezeiten auf die Aufzüge werden verkürzt.

„Wer mit einem kranken Kind, als werdende Mutter oder als Angehöriger zu uns kommt, soll sich im Josefinum schnell orientiert fühlen“, betont Sebastian Stief, Vorsitzender der Geschäftsführung des Josefinum. „Die neue Eingangshalle hilft dabei ganz unmittelbar: Sie macht Wege klarer und erleichtert den Zugang zu vielen Bereichen der Klinik. Das ist im Alltag ein echter Gewinn – für Patientinnen und Patienten, Familien und Mitarbeitende.“

Abschluss des Großprojektes im Frühjahr 2027
Markus Mayer, Vorstandsvorsitzender der KJF Augsburg, betont: „Mit der neuen Eingangshalle und der Kapelle haben wir einen wichtigen Meilenstein im Projekt ‚neues Josefinum‘ erreicht. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Großprojekt im laufenden Klinikbetrieb mit beeindruckendem Einsatz voranbringen und insbesondere den Mitarbeitenden, die die Belastungen der Bauphase seit vielen Jahren mit großer Geduld mittragen. Wir befinden uns jetzt im Endspurt und ich freue mich sehr darauf, wenn wir im kommenden Jahr den vierten Bauabschnitt vollenden können.“

Die Modernisierung der KJF Klinik Josefinum startete bereits im Jahr 2010, ein Abschluss des umfangreichen Großprojektes ist nach einigen baubedingten Verzögerungen für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Noch in der Ausbauphase befinden sich aktuell Stationen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin inklusive der neuen Kinderintensivstation, sowie die zentrale Notaufnahme. Die Modernisierung der KJF Klinik Josefinum umfasst ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 230 Millionen Euro, unter anderem rund 120 Millionen Euro davon fördert der Freistaat Bayern. 

Über die KJF Klinik Josefinum
Die KJF Klinik Josefinum, die zur Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V. (KJF Augsburg) gehört, ist Schwäbisches Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauengesundheit mit Standorten in Augsburg, Kempten, Nördlingen, Oberjoch und Murnau. In der Frauenklinik, der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, der Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie sowie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie finden Patientinnen und Patienten höchste Qualität – in der Medizin und in der Pflege. Mit mehr als 400 Betten und Plätzen sowie mehr als 1.500 Beschäftigten betreut die KJF Klinik Josefinum jährlich über 15.000 Patientinnen und Patienten stationär. Darüber hinaus zählt das Josefinum rund 130.000 ambulante Kontakte pro Jahr. Seit Beginn des Jahres 2021 betreibt die KJF Klinik das Interdisziplinäre Sozialpädiatrische Zentrum (iSPZ) Augsburg. Die Abteilung für Anästhesie, Kinderanästhesie und Intensivmedizin sowie die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie für Kinder und Erwachsene runden das umfassende Spektrum des Josefinum ab.