Menü
Social Media
Wichtiges
Synodalität

Neues Projekt: „Fünf Wochen synodale Haltung einüben“

21.09.2026

Augsburg (pba). Das Bistum Augsburg setzt ein klares Zeichen für die Erneuerung und den Wandel kirchlicher Kultur: Zum Oktober ruft das Synodalteam gemeinsam mit Bischof Dr. Bertram Meier das neue Projekt „Fünf Wochen Synodale Haltungen einüben“ ins Leben. Alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Seelsorge, den Räten, Verbänden und Ordensgemeinschaften sowie Mitarbeitende im Bischöflichen Ordinariat sind zur aktiven Teilnahme eingeladen. Ziel der Initiative ist es, die Beschlüsse der Weltsynode lebendig in den Alltag des Bistums zu integrieren.

In der Praxis bedeutet das konkret: Vom 5. Oktober bis zum 7. November 2026 wird jeweils am Montag und Donnerstag eine konkrete „Synodale Haltung“ – wie beispielsweise „Freimütig reden“ oder „Gemeinschaft pflegen“ – auf der Homepage der Diözese veröffentlicht (Folgender Link ist ab 5. Oktober aktiv: https://www2.bistum-augsburg.de/synodalitaet-einueben). Die Impulse seien bewusst kurzgehalten, um eine schnelle Umsetzung im täglichen Leben und in kirchlichen Gremien zu ermöglichen. „Teilen Sie den Link zu den Impulsen in Ihren Pfarreien, Verbänden, Ordensgemeinschaften, Fachbereichen und kirchlichen Einrichtungen“, heißt es in dem von Bischof Bertram unterzeichneten Begleitschreiben. Ergänzend wird es digitale Arbeitsmaterialien wie einen „Fächer“ geben, der für Sitzungen oder bei anderen Gelegenheiten verwendet werden kann.

Digitaler Lesekreis und Ausblick auf Kirchenversammlung 2028

Im Anschluss an die Aktionswochen lädt das Bistum am Donnerstag, 12. November 2026, von 19:00 bis 20:30 Uhr zu einem ersten digitalen Lesekreis ein. Im Mittelpunkt steht das Abschlussdokument der römischen Generalversammlung 2024 („Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“). Dieses gelte es näher kennenzulernen, sich darüber auszutauschen und nach Umsetzungsmöglichkeiten für den Alltag zu fragen. Die Folgetermine werden beim ersten Treffen gemeinsam mit der Gruppe vereinbart. Es wird um eine formlose Anmeldung bis Freitag, 23. Oktober, ausschließlich per Mail an die Geschäftsstelle des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Augsburg gebeten: dioezesanrat@bistum-augsburg.de

Die aktuelle Phase versteht der Bischof als wichtigen Wegabschnitt in der Umsetzung für die Anregungen des Abschlussdokuments: Die gesammelten Erfahrungen der kommenden Wochen sollen im nächsten Jahr auf nationaler und internationaler Ebene zusammengetragen und ausgewertet werden, um danach direkt in die große Kirchenversammlung einfließen, die für das Jahr 2028 geplant ist. „Wir wollen die Zeit also nutzen und das uns Mögliche tun, um Synodalität in allen Bereichen und auf allen Ebenen unseres Bistums zu befördern. Sie beginnt immer bei uns persönlich“, betont er in seinem Aufruf und bittet alle Gläubigen um ihre Unterstützung, den synodalen Weg im Bistum gemeinsam weiterzugehen.

Synodalteam legte im Juli ersten Rechenschaftsbericht vor

Das diözesane Synodalteam hat mit Abschluss des ersten Halbjahres 2026 erstmals Rechenschaft über seine Arbeitsweise, durchgeführte Multiplikatorentreffen und die weiteren Schritte abgelegt. Den Rechenschaftsbericht des von Bischof Bertram berufenen und geleiteten 15-köpfigen Gremiums, das als Impulsgeber in die Fläche wirken soll, gibt es auf der Seite „Synodalität im Bistum Augsburg". Begegnungen für den Herbst wurden bereits terminiert und werden Ende Dezember in einem zweiten Rechenschaftsbericht benannt.

Alle Mitglieder des Synodalteams fungieren auch einzeln als Ansprechpersonen für das Thema Synodalität und führen in Untergruppen bzw. als Referentin/Referent Multiplikatorenschulungen durch. Eine zentrale Rolle spielt dabei die „Synodale Übung“, auch „Gespräch im Heiligen Geist“ (Conversatio in Spiritu) genannt. Als ökumenischer Beobachter im Sinne des Schlussdokuments der Bischofssynode (2024) fungiert dabei Georgios Vlantis M. Th. aus dem Ökumenereferat. Die Untergruppen treffen sich zum Teil relativ häufig (oft auch vernetzt mit anderen Kleingruppen) um verschiedene Anregungen und Projekte auf den Weg zu bringen, die für Herbst geplant sind.