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Nachruf

P. Klaus Klingenberg SAC verstorben

04.03.2026

Der Pallottinerpater und langjährige Vizeoffizial des Bistums Augsburg Klaus Klingenberg ist am 27. Februar im Alter von 84 Jahren verstorben. Er wurde am 5. November 1941 in Danzig geboren, trat am 1. Mai 1963 in die Gemeinschaft der Pallottiner ein und wurde am 16. Juli 1967 zum Priester geweiht. Bischof Bertram würdigt ihn pastoral denkenden Seelsorger, der immer den konkreten Menschen im Blick behielt.

„In Dankbarkeit verneige ich mich vor den Verdiensten von P. Klaus Klingenberg. Er sah seine lange Tätigkeit im Bischöflichen Konsistorium als Dienst im Weinberg des Herrn und setzte seinem kirchenrechtlichen Engagement einen pastoralen Stempel auf“, betont der Bischof in seiner Würdigung. „Stets ging es ihm um das Heil der Seelen, denn er war überzeugt, dass hinter Akten und Dokumenten immer konkrete Menschen in persönlichen Lebenssituationen stehen. Der Herr vergelte ihm sein fleißiges und einfühlsames Wirken!“

Klaus Klingenberg wurde am 4. November 1941 in Danzig geboren und kurz darauf in der St. Ignatius-Kirche im Stadtteil Altschottland getauft. Im März 1945 musste er seine Heimatstadt angesichts der vorrückenden Roten Armee verlassen und floh mit seinen Eltern nach Pößneck in Thüringen. Dort kam auch seine jüngere Schwester Regina zur Welt. Über die in Pößneck wirkenden wurde die Familie auf das St. Paulusgymnasium der Gemeinschaft in Bruchsal aufmerksam gemacht. 1954 wechselte Klaus Klingenberg als Schüler dorthin; er galt als eifriger, stiller und zuverlässiger Schüler, den die Gemeinschaft und das Charisma der Pallottiner zunehmend faszinierten.

Nach seinem Abitur 1961 bat er um Aufnahme in die Pallottiner; zwei Jahre später legte er im fränkischen Untermerzbach seine erste Profess ab. Sein Theologiestudium absolvierte er dort und an der pallottinischen Hochschule in Vallendar. Im April 1967 wurde er ebendort zum Diakon geweiht; nur wenige Monate später folgte dann die Priesterweihe in Augsburg-Hochzoll durch Bischof Dr. Josef Stimpfle.

Nach einer kurzen Zeit als Aushilfsgeistlicher an der Pallottiner-Niederlassung in Freising nahm er ein Aufbaustudium des Kirchenrechts in München auf; später arbeitete er auch als Assistent am Lehrstuhl für Kirchenrecht der Universität Augsburg. Bereits früh wurde er seitens der Provinzleitung sowie auch der Theresienschwestern in Mering bei kirchenrechtlichen Fragen als Berater hinzugezogen; dazu übernahm er zahlreiche weitere Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft. Im Dezember 1983 nahm P. Klingenberg schließlich einen Posten am Bischöflichen Offizialat in Augsburg an. Für die folgenden vier Jahrzehnte wurde dies zu „seinem Platz“, den er auch viele Jahre als Vizeoffizial ausfüllte.

2023 trat P. Klingenberg nach vielen Jahren des treuen Dienstes für das Bistum Augsburg und die Pallottiner in Deutschland den Ruhestand an. Der Musikliebhaber und begeisterte Bahnfahrer war bis zuletzt interessiert und neugierig in einem breiten Wissensgebiet, das weit über die ihm anvertrauten Sachgebiete von Theologie und Kirchenrecht hinausging. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er im Pallottiheim in Friedberg; dort ist er auch verstorben.

Das Requiem für P. Klaus Klingenberg wird am Dienstag, 10. März um 10 Uhr in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh in Friedberg gefeiert; die anschließende Beisetzung findet auf dem Pallottinergrab im dortigen Friedhof statt. Konzelebrierende Priester werden gebeten, ihre Paramente selbst mitzubringen.

Der Herr vergelte ihm seine treuen Dienste. Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.