Pater Dominikus Kirchmaier OP verstorben
Der Ordenspriester und langjährige Pfarrer von Aulzhausen, Mühlhausen und Gebenhofen P. Dominikus Kirchmaier ist am Sonntag, 12. April, im Alter von 93 Jahren verstorben. Er wurde am 17. September 1932 geboren und am 2. Februar 1959 in Köln zum Priester geweiht. Bischof Bertram würdigt den Verstorbenen und erinnert an dessen besondere Marienfrömmigkeit.
In seiner Würdigung betont Bischof Bertram: „Die Nachricht vom Tod von P. Dominikus Kirchmaier OP stimmt mich traurig. Mit ihm verliert das Bistum Augsburg einen guten Hirten, der als Ordenspriester 25 Jahre lang die ihm anvertrauten Gläubigen in Aulzhausen, Mühlhausen und Gebenhofen (mit Filiale Affing) begleitet und geistlich geführt hat. P. Dominikus war auch ein eifriger Marienverehrer, was sich darin niederschlug, dass er lange Zeit als Präses die marianische Männerkongregation im Bistum Augsburg geleitet und geprägt hat. Er war überzeugt, dass der Weg der Kirche auch in schwierigen Zeiten an der Hand Mariens gelingt. Der Auferstandene belohne P. Dominikus für seinen treuen Hirtendienst mit dem ewigen Leben.“
Ein Blick auf sein Leben: Pater Dominikus kam am 17. September 1932 zur Welt und wurde auf den Namen Ernst getauft. Nach dem Abitur in Mühldorf am Inn studierte er in Freising Philosophie und trat 1953 in den Dominikanerorden ein, wo er den Ordensnamen Dominikus erhielt. Das Theologiestudium absolvierte er in Walberg bei Bonn. Am 2. Februar 1959 weihte ihn der damalige Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings schließlich zum Priester. Die kurze Zeit später angestoßenen Veränderungen durch das Zweite Vatikanische Konzil erlebte er als junger Priester hautnah mit. Seine Mitbrüder im Orden wählten ihn für eine Amtszeit von vier Jahren 1982 zum Provinzial der süddeutschen und österreichischen Provinz seines Ordens.
Ein Vierteljahrhundert im Dienst des Bistums
1988 führte ihn schließlich sein Weg ins Bistum Augsburg, wo er 25 Jahre lang die Pfarreien Aulzhausen, Mühlhausen und Gebenhofen im Dekanat Aichach-Friedberg seelsorgerlich betreute. Erst mit der Gründung der heutigen Pfarreiengemeinschaft Affing trat er von diesem Amt zurück, blieb aber noch zwei Jahre lang vor Ort, um priesterliche Dienste zu verrichten. Richtschnur waren ihm über all die Jahre priesterlichen Wirkens immer die drei Leitsprüche seines Ordens: laudare (loben), benedicare (segnen) und praedicare (verkündigen). Zuletzt gehörte er dem Augsburger Dominikanerkonvent an der Heilig-Kreuz-Kirche an.
Dankbar konnte er 1984 auf 25 Jahre Priestertum, 2009 auf 50 Jahre und 2019 auf 60 Jahre Priestertum zurückblicken. 2022 feierte er seinen 90. Geburtstag. Den seltenen Meilenstein von 65 Jahren Priestertum erreichte er 2024.
Abschied von Pater Dominikus Kirchmaier
Am 12. April, dem Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit, ist er schließlich verstorben. Für ihn möge sich nun erfüllen, was in der zweiten Lesung seines Sterbetages formuliert ist: „Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu gezeugt zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unzerstörbaren, makellosen und unvergänglichen Erbe, das im Himmel für euch aufbewahrt ist.“ (1 Petr 1, 3-4)
Das Requiem für Pater Dominikus findet am Freitag, den 17. April, um 11 Uhr in der St. Michaelskirche auf der Hermanfriedhof in Augsburg statt. Im Anschluss wird er auf dem Gräberfeld neben seinen dominikanischen Mitbrüdern beigesetzt.
Die Pfarreiengemeinschaft Affing gedenkt seiner im Rahmen eines Requiems am Samstag, den 18. April, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius und Elisabeth in Aulzhausen, wo sich auch einst das Pfarramt des Verstorbenen befand.
Der Herr vergelte ihm seine treuen Dienste und schenke ihm die ewige Ruhe.
Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.