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Nachruf

Pfarrer i.R. Wilhelm Meir verstorben

19.01.2026

Der langjährige Pfarrer von Zusamaltheim ist am Mittwoch, 14. Januar, im Alter von 71 Jahren verstorben. Er wurde am 10. November 1954 in Lauterbrunn (Heretsried) geboren und am 30. Juni 1991 zum Priester geweiht. Bischof Bertram würdigt den Verstorbenen als einen Verkünder von Dogma und Moral, der auch als Beichtvater gefragt gewesen sei.

In seiner Würdigung betonte Bischof Bertram: „Der Tod von Pfarrer Wilhelm Meir erfüllt mich mit Schmerz. 1991 zum Priester geweiht, hat er mit Leidenschaft in der Seelsorge gearbeitet: Nach seiner Tätigkeit als Pfarrer von Zusamaltheim von 1995 bis 2009 wirkte er in Wigratzbad und Maria Vesperbild als Priester mit, bis er 2020 emeritiert wurde. Pfarrer Meir erfüllte der tiefe Wunsch, Menschen zu Christus zu führen. Die Lehre der Kirche zu Dogma und Moral setzte er in seiner Verkündigung ganz oben an und erntete dafür auch Gegenwind. Zudem war er ein gefragter Beichtvater, der gut zuhören konnte. Da Pfarrer Meir vor seiner Ausbildung zum Priester eine Sozialstation geleitet hatte, war es für ihn selbstverständlich, sein Wirken an die Caritas rückzubinden. Der Herr möge ihm seinen Einsatz reichlich vergelten!“

Erster Pfarrer einer neuen Pfarreiengemeinschaft

Ein Blick auf sein Leben: Wilhelm Meir wurde im Herbst 1954 in Lauterbrunn, Landkreis Augsburg, geboren. Im Anschluss an sein Studium erhielt er 1991 für das Bistum Augsburg als Spätberufener die Priesterweihe. Seine Kaplanszeit verbrachte er in Lauingen und Dießen. 1995 erfolgte die wegweisende Berufung zum Pfarrer der Pfarrei Zusamaltheim. Drei Jahre darauf ernannte ihn Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz zum Prodekan des damals noch existierenden Dekanats Höchstädt. 2007 wurde ihm nach Gründung der gleichnamigen Pfarreiengemeinschaft auch deren Leitung anvertraut. Zu der PG gehören neben Zusamaltheim (St. Martin mit Filiale Roggden) die Pfarreien Villenbach (St. Jakobus maj.) und Wengen (St. Michael mit Filiale Riedsend). 2009 verzichtete er auf die Funktion.

Von der geistlichen zur himmlischen Heimat

Eine neue seelsorgerliche Wirkungsstätte fand er im Anschluss in der Gebetsstätte Wigratzbad, wo er sich vier Jahre lang einbrachte und zuhause fühlte. Den dortigen Direktor unterstütze der nach Kräften. 2013 zog es ihn wiederum mit Maria Vesperbild an einen weiteren bekannten Wallfahrtsort auf dem Bistumsgebiet. Dort durfte er im Jahr 2016 auch sein silbernes Priesterjubiläum feiern. Im Mai 2020 nahm der damalige Apostolische Administrator Dr. Bertram Meier sein Gesuch um Entpflichtung an und genehmigte dessen Ruhestandsversetzung.  

Am 14. Januar, Mittwoch der 1. Woche im Jahreskreis, ist er schließlich verstorben. In der Liturgie waren Worte aus dem 1. Buch Samuel als Lesung zu hören, die an die priesterliche Berufung erinnern: „Der Herr rief noch einmal: Samuel! Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen.“ (1 Sam 3,6)

In Maria Vesperbild findet am Mittwoch, 28. Januar, um 10.15 Uhr in der Wallfahrtskirche ein Requiem für ihn statt. Weitere Details zur Beisetzung sind bislang nicht bekannt und werden hier baldmöglichst nachgetragen.

Der Herr vergelte ihm seine treuen Dienste und schenke ihm die ewige Ruhe.
Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.