Menü
Wichtiges
Nachruf

Pfarrer P. Markus Szymula SSCC verstorben

28.05.2026

Der Pfarrer von Schiltberg und Geistliche der Arnsteiner Patres P. Markus Szymula ist am Mittwoch, 27. Mai im Alter von 66 Jahren verstorben. Er wurde am 21. Januar 1960 im polnischen Jelenia Góra geboren und am 24. Mai 1986 zum Priester geweiht. Bischof Bertram würdigt den Verstorbenen, der bereits seit über drei Jahrzehnten im Bistum Augsburg wirkte, als „Seelsorger aus Passion“.

„Die Nachricht vom Tod von Pater Markus Szymula hat mich in Rom mit Schmerz und Trauer erfüllt. Denn ich kenne Pater Markus Szymula seit Jahrzehnten aus der Zeit, als er seinen Dienst im Bistum Augsburg begonnen hat“, betont der Bischof in seiner Würdigung. „Er war ein Seelsorger aus Passion und hat die ihm anvertrauten Menschen in Höhen und Tiefen emphatisch begleitet und stand ihnen stets zur Seite. Die Nähe zu den Menschen zeigte sich auch darin, dass er in einer Theatergruppe aktiv mitwirkte und in verschiedenen Rollen schlüpfte. Möge der Herr ihm sein treues und vielfältiges Wirken mit dem ewigen Leben belohnen.“

Markus (Marek) Szymula wurde im niederschlesischen Jelenia Góra geboren und trat nach dem Abitur 1980 in die Kongregation der Heiligsten Herzen Jesu und Mariens ein, die in Deutschland unter dem Namen „Arnsteiner Patres“ weithin bekannt ist. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Breslau wurde er 1986 ebendort zum Priester geweiht und war zunächst als Kaplan in Stara Łomnica unweit der tschechoslowakischen Grenze eingesetzt, bevor ihn sein Orden 1988 nach Deutschland entsandte. Landsberg am Lech, wo er drei Jahre lang wiederum als Kaplan arbeitete, war für P. Szymula die erste Anlaufstelle im Bistum Augsburg – jener Diözese, in der er den Großteil seines priesterlichen Wirkens verbringen sollte.

Viele Jahre im Bistum Augsburg tätig

1991 wurde P. Szymula als Benefiziat in das schwäbische Vöhringen berufen, blieb dort jedoch nur zwei Jahre, bevor er als temporärer Pfarradministrator die Pfarrei Roßhaupten im Allgäu übernahm und ein Jahr lang leitete. Es folgten fünf Jahre an der Wiener Herz-Jesu-Sühnekirche, die von den Arnsteiner Patres seelsorgerlich betreut und geleitet wird. 1999 kehrte P. Szymula schließlich in das Bistum Augsburg zurück und bekam dort die Leitung der Pfarrei Schiltberg mit den Nachbarpfarreien Aufhausen, Randelsried und Ruppertszell zugewiesen. Die Weilachtalgemeinde im Wittelsbacher Land wurde ihm zur neuen Heimat. „Ich will bis an mein Lebensende in Schiltberg bleiben“, betonte der Geistliche einmal, und tatsächlich waren die vier ihm anvertrauten Pfarrgemeinden seine längste und letzte Stelle als Geistlicher.

In den fast 27 Jahren seines Wirkens als Pfarrer von Schiltberg trat P. Szymula nicht nur als engagierter Seelsorger in Erscheinung, der darüber hinaus wie jeder Pfarrer auch immer wieder bauliche Projekte stemmen musste. Der vielseitig interessierte und begabte Geistliche fand seinen Ausgleich auch in vielen anderen Bereichen: als Blumenliebhaber, Pilzsammler, Pilger oder in den als „wahre Kunstwerke“ gefeierten Weihnachtsbeleuchtungen des Schiltberger Pfarrhauses. Vor allem aber war er weithin als passionierter Schauspieler bekannt, der über viele Jahre hinweg immer wieder auf den Bühnen des Freilichttheaters in Schiltberg stand. Zu den Rollen des Geistlichen, der bereits während seiner Schulzeit eine Musik- und Gesangsgruppe geleitet hatte, zählten unter anderem die des singenden Erzählers in „Robin Hood“ und auch der Tod im „Jedermann“.

Von Krankheiten gezeichnet

Im Frühjahr 2023 erlitt P. Szymula dann einen harten Schicksalsschlag, als er wegen einer schweren Sepsis im Kieferbereich drei Monate lang stationär im Krankenhaus behandelt werden musste und zeitweise kurz vor dem Tod stand. Gemeinsam mit seinem Mitbruder und besten Freund P. Wojtek Kotowski aus Breslau unternahm er nach seiner erfolgten Genesung dann eine bereits lang gewünschte Weltreise, die die beiden über unter anderem nach Kalifornien, Hawaii und Australien führte. Die tägliche Messfeier war für P. Szymula dabei so wichtig, dass er sie zur Not auch im Hotelzimmer mit dem Bügelbrett als Behelfsaltar durchführte. Für den Schiltberger Pfarrer, der die letzten Jahre seines Lebens stets mit den Spätfolgen seiner Krankheit zu kämpfen hatte, war die Reise der Beweis, dass man alles schaffen könne – selbst unter schwierigen Bedingungen.

2024 konnte P. Szymula dann gemeinsam mit Bischof Bertram sein 25-jähriges Jubiläum als Pfarrer in Schiltberg feiern. Beim damaligen Festgottesdienst betonte der Bischof, dass der Geistliche ein wahres „Silberstück“ für die Pfarrgemeinde sei, der seit einem Vierteljahrhundert immer wieder neu „Ja“ zur den ihm anvertrauten Menschen gesagt habe. Er tat dies bis zuletzt: Bereits schwer von einer neuerlichen Erkrankung gezeichnet, war es P. Szymula ein großes Anliegen, die diesjährige Erstkommunion in Schiltberg noch mitfeiern zu können. Nur wenige Tage später verstarb er im Krankenhaus.

Zu Requiem und Beisetzung für P. Markus Szymula liegen uns noch keine weiteren Informationen vor; sie werden hier baldmöglichst nachgetragen.

Der Herr vergelte ihm seine treuen Dienste. Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.