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Caritas

Prälat Peter C. Manz für Lebenswerk geehrt

20.01.2026

Augsburg (pca). Prälat Peter C. Manz, Augsburger Diözesan-Caritasdirektor von 2003 bis 2011 und Caritasratsvorsitzender von 2011 bis Ende 2015, hat anlässlich seines 80. Geburtstags eine besondere Würdigung erhalten. Diözesan-Caritasdirektor Diakon Markus Müller ehrte ihn beim Neujahresempfang des katholischen Wohlfahrtsverbandes mit dem „Prälat-Johannes-Nar-Peis“.

Dieser neu gestiftete Preis will Manz‘ „herausragendes Engagement und nachhaltiges Wirken für die Einheit von kirchlicher Seelsorge und Caritas“ würdigen, wie es auf der Urkunde heißt. „Prälat Manz verkörpert in besonderer Weise, wofür die Caritas steht: Die Verbindung von Seelsorge und sozialem Engagement, von Glauben und professioneller Hilfe“, so Caritasdirektor Müller bei der Preisverleihung. „Mit der neuen Auszeichnung wollen wir die Menschen würdigen, die diesen Geist heute weitertragen und diese Haltung in besonderer Weise leben - engagiert, glaubwürdig und mit dem Blick für das Ganze“, unterstreicht der heutige Augsburger Diözesan-Caritasdirektor. Prälat Manz sei „eine Persönlichkeit, die hinschaut, anpackt und Menschen verbindet“. Prälat Manz ist damit der erste Träger dieser neu gestifteten Caritas-Ehrung.

Zuvor hatte Brigitta Hofmann, Geschäftsführerin der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH und damit Manz langjährige Wegbegleiterin in der Caritas, in ihrer Laudatio ihren früheren „Chef“ gewürdigt. Die Zusammenarbeit sei in diesen 23 Jahren geprägt gewesen von „Vertrauen und Wertschätzung“. Sie sei immer erfolgt „auf Augenhöhe und auf der Grundlage von klaren und verbindlichen Vereinbarungen“. Prälat Manz sei ein Priester, der „die Nächstenliebe lebt und mit uns nach wie vor in der Caritas unterwegs ist“, betonte Hofmann: „Die Caritas braucht Leute wie Sie.“

Prälat Peter C. Manz gab den anwesenden Gästen in seinen Dankesworten mit: Im Blick auf die Zukunft, die Unsicherheit der Demokratie auch in Deutschland, der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft habe die Caritas „die ganz hohe Funktion, den Spagat zu schaffen zwischen der Aufgabe, Gemeinschaft aufzubauen und gleichzeitig die Rechte jedes Einzelnen, eines behinderten, kranken, alten oder auch zugewanderten Menschen zu wahren und sich dafür einzusetzen. Beide Aufgaben sind wesentliche Bausteine einer Demokratie. Caritas ist deshalb auch Politik, und nicht nur Kirche.“

Die vom Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V. 2026 neu geschaffene Auszeichnung „Prälat-Johannes-Nar-Preis“ würdigt die Verbindung von priesterlichem Sendungsbewusstsein, klaren Worten für die Kirche, Organisationsleistung und der Fähigkeit, kirchliche soziale Dienste zu vernetzen und wirksam zu machen. Er richtet sich an Personen, die Verantwortung übernehmen, Brücken bauen, Strukturen gestalten und die christliche Nächstenliebe in konkrete Taten übersetzen. Damit ist der Preis nicht nur eine Erinnerung an eine bedeutende Persönlichkeit der Diözesangeschichte, sondern ein Impuls für Gegenwart und Zukunft.

Prälat Johannes Nar wurde 1890 in Jachenau geboren und 1916 zum Priester geweiht. Nach Einsätzen als Feldsanitäter im Ersten Weltkrieg und als Seelsorger in Pfaffenhofen a.d. Ilm und Augsburg gründete er 1921 den Augsburger Caritas-Diözesanverband mit, als dessen Direktor er mehr als vier Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod wirkte. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Wirtschaftskrise von 1929, die Nazi-Diktatur und der Zweite Weltkrieg sowie die Integration von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen sowie der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit. Von 1947 bis 1961 war er zudem Mitglied des Bayerischen Senats. Er starb 1964 in Weilheim.