Acht pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgesendet
Augsburg (pba). Bischof Dr. Bertram Meier hat an diesem Samstag in einem feierlichen Gottesdienst sechs Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie zwei Gemeindereferentinnen für den pastoralen Dienst im Bistum Augsburg beauftragt. Sie werden in verschiedenen Bereichen der Seelsorge in Augsburg, Mering, Neuburg und Landsberg tätig sein. Für ihren pastoralen Dienst ermunterte der Bischof die Frauen und Männer, mit offenen Augen und Ohren die Nöte der Menschen wahrzunehmen und täglich eine lebendige Beziehung zu Gott zu pflegen.
In seiner Predigt griff Bischof Bertram das Lebensmotto des heiligen Don Boscos und gleichzeitige Leitmotiv der Feier auf: „Mit den Füßen am Boden und dem Herzen im Himmel“. Dieses Motto rufe sowohl zur Bodenständigkeit auf als auch zur Pflege einer lebendigen Gottesbeziehung, gab Bischof Bertram den Auszusendenden mit Blick auf eine zeitgemäße Pastoral mit auf den Weg.
„Egal, an welchem Einsatzort und in welcher Funktion Sie zukünftig arbeiten, alles beginnt mit der Wahrnehmung. Gehen Sie mit den Füßen am Boden, indem sie mit offenen Augen und Ohren die Nöte Ihrer Mitmenschen wahrnehmen, und versuchen Sie, aus dem Glauben heraus und mit Ihren Möglichkeiten eine Stütze zu sein.“ Don Bosco habe den verwahrlosten Jugendlichen damals nicht nur ein Dach über dem Kopf und Essen geboten. „Er war auch ihr geistlicher Vater, der ihnen Orientierung und Halt schenkte.“ Er habe ihnen den Glauben nicht aufgezwängt, sondern ihn vielmehr in einer ansprechenden Weise vorgelebt“, nannte der Bischof als entscheidende Qualität der Pastoral.
Als weitere wichtige Eigenschaft Don Boscos erinnerte Bischof Bertram an das sonnige Gemüt und die Fröhlichkeit des Heiligen. „Während andere den jungen Männern oft vorwarfen, dass sie zu laut und ungehobelt waren, animierte er sie sogar zum freudigen Singen und Pfeifen“, ermunterte er die Kandidatinnen und Kandidaten das bekannte Leitwort des Heiligen in die tägliche Arbeit mitzunehmen: „Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen!“
Für eine solche Einstellung sei jedoch eine lebendige Gottesbeziehung notwendig, griff der Bischof den zweiten Gedanken des Lebensmottos von Don Bosco auf. Er habe das Wort Gottes nicht nur in sich aufgenommen, sondern ganz daraus gelebt. „Deshalb empfehle ich Ihnen, so wie allen Auszusendenden der letzten Jahre, dass Sie sich jeden Tag ausreichend Zeit nehmen für die Pflege der Gottesbeziehung. Wir können als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weinberg des Herrn nur Frucht bringen, wenn wir uns täglich im Gebet mit Gott verbinden, in unserem Innersten hören, was er uns zu sagen hat, und uns immer wieder seine große Liebe zu uns Menschen vor Augen führen.“ Don Bosco können darin Vorbild sein inmitten der Welt zu leben und zu wirken, ohne das Sakrale jemals aus dem Blick zu verlieren, gab Bischof Bertram den Auszusendenden als guten Wunsch mit auf den Weg.
Nach der Predigt wurden die Kandidatinnen und Kandidaten einzeln mit dem Namen aufgerufen und traten danach im Halbkreis vor den Altar. Gemeinsam sprachen sie das Glaubensbekenntnis und gaben ihre Bereitschaftserklärung ab. Danach sprach Bischof Bertram den Segen über die Kandidatinnen aus und sandte sie in den pastoralen Dienst aus. Als äußeres Zeichen der kirchlichen Sendung überreichte er ihnen eine Bibel.
Die Aussendungsfeier wurde von einem Projektchor musikalisch begleitet. Er war zusammengesetzt aus Sängerinnen und Sängern, die auf verschiedene Art und Weise mit den Kandidatinnen und Kandidaten verbunden sind. Auch der Altarraum war in diesem Jahr von zahlreichen Ministrantinnen und Ministranten reich gefüllt. Sie waren aus den Pfarreien der Kandidatinnen und Kandidaten mit angereist und taten Dienst am Altar.
Die Kandidatinnen und Kandidaten
Als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten werden Laura Brodacki ab sofort in der Katholischen Hochschulgemeinde in Augsburg arbeiten, Sebastian Eble in der Pfarrei St. Michael Mering sowie in der Abteilung „Religiöse Sondergemeinschaften und Weltanschauungsfragen“. Matthias Schütz hat im September die Leitung der „Abteilung Berufe der Kirche“ übernommen, während Clara Straulino in der Pfarreiengemeinschaft Neuburg St. Peter/Hl. Geist und im Fachbereich Behindertenseelsorge tätig sein wird. Felicia-Natalie Trefon arbeitet fortan als Referentin für Theologie und Spiritualität beim Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) Diözesanverband Augsburg und Sebastian Trefon wird als Referent für Ministrantenpastoral das Team des Bischöflichen Jugendamts ergänzen.
Als Gemeindereferentinnen werden Antonia Baur als Dekanatsreferentin im Dekanat Landsberg tätig sein sowie Birgit Reichert in der Pfarreiengemeinschaft Augsburg-Mitte und der Pfarrei Herz Jesu in Augsburg.
Näheres zu den ausgesendeten Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie in folgenden Kurzporträts.