Zuhören, begleiten, aushalten
Zuhören, begleiten, aushalten — wenn Antworten fehlen.
Manches lässt sich nicht erklären, aber gemeinsam aushalten.
Da sein. Zuhören. Begleiten, wo Worte enden.
Nicht jedes Warum findet Antwort. Nähe bleibt.
Zuhören, wenn Fragen offenbleiben. Begleiten durch das Unfassbare.
Wo Sprache endet, beginnt oft das Aushalten.
Begleiten heißt nicht lösen müssen.
Manchmal ist das das Größte: bleiben und aushalten.
Dann, wenn nichts mehr sicher scheint.
Antworten vergehen. Da sein bleibt.
Text: Andreas Ihm. Pastoralreferent und Polizeiseelsorger für das Präsidium Schwaben Süd/West