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Wichtiges
Gemeinsam franziskanisch inspiriert

Festgottesdienst in Klosterlechfeld: Zum Auftakt des Franziskusjubiläums

04.02.2026

Augsburg (pba). Augsburg gilt als Wiege der franziskanischen Gemeinschaften in Deutschland, da hier im Jahr 1221 das Kloster gegründet wurde. So ist das Gedenken an den 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi (1182-1226) eine gute Gelegenheit, sich in dieser gesellschaftlich so unruhigen Zeit durch das Wirken dieses Heiligen besonders inspirieren zu lassen. Bischof Dr. Bertram Meier eröffnet bei einem Festgottesdienst in der ehemaligen von Franziskanern betreuten Wallfahrtskirche Maria Hilf in Klosterlechfeld am Sonntag, 8. Februar, um 18 Uhr das Jubiläumsjahr für die Diözese Augsburg.

Unter dem Leitwort „Du führst uns hinaus ins Weite(r)“ knüpft die Diözese daher anlässlich dieses Jubiläums zusammen mit den franziskanischen Gemeinschaften an einem Netz mit fünf christlichen Konfessionen. Das Jahr sei ökumenisch ausgerichtet, kirchlich getragen und franziskanisch geprägt, heißt es auf der Jubiläumsseite. Es möchte einladen zum Dabeisein, zum Mitgehen und dort, wo es möglich ist, auch zum Mitgestalten. Dabei sollen Räume geschaffen werden für Begegnung und Austausch, spirituelle Erfahrungen, gemeinsames Fragen, Suchen und Feier sowie neue Verbindungen zwischen Menschen, Gruppen und Generationen.

In einem Schreiben an die Pfarreien, Ordensgemeinschaften und Verbände bezeichnete Bischof Bertram den heiligen Franziskus als eine der „faszinierendsten spirituellen Persönlichkeiten des letzten Jahrtausends“. Bis heute fordere uns sein Leben der radikalen Christus-Nachfolge heraus, bleibe in einer häufig unmenschlichen Welt stets Mahnung und gebe Anlass, sich in die franziskanische Spiritualität zu vertiefen. „Möge uns nicht zuletzt die Beschäftigung mit dem Leben und Wirken des kleinen Armen auch hilfreiche Impulse für den aktuellen Synodalen Prozess im Bistum und in der Weltkirche schenken“, wünscht sich der Bischof.

Das Jubiläumsjahr wird vom diözesanen Fachbereich Geistliches Leben unter der Leitung des Bischöflichen Beauftragten Dr. Christian Hartl koordiniert. Es hält für alle Generationen etwas bereit und möchte Spiritualität, Bildung und Kultur miteinander verbinden. Einen Überblick auf das vielfältige Angebot, die Veranstaltungen und Materialien bietet der neu gestaltete Internetauftritt unter www.spiritualitaet-augsburg.de/franziskus2026.

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Wallfahrt und ehemals franziskanisches Leben auf dem Lechfeld

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf liegt in der Mitte des Ortes Klosterlechfeld im Landkreis Augsburg. Das 1984 aufwändig restaurierte Gotteshaus gilt als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf dem Lechfeld. Die Wallfahrt geht auf eine Stiftung der Witwe des Augsburger Bürgermeisters Raimund von Imhof zurück. Der Grundstein zum Kirchlein „Unserer Lieben Frauen Hilf“ wurde am 7. April 1603 gelegt. Bereits am Dreifaltigkeitstag des folgenden Jahres konnte der Augsburger Weihbischof Sebastian Breuning den Bau weihen. Der Entwurf der Rotunde stammte von Elias Holl, der sich das Pantheon in Rom zum Vorbild genommen hatte.

Schon bald setzte eine rege Wallfahrt zur Muttergottes auf dem Lechfeld ein, zu deren Betreuung sich ab 1606 Franziskaner (OFM) aus der Provinz Straßburg niederließen. Die Stifterin errichtete den Brüdern daraufhin ein erstes Klostergebäude, das rasch ausgebaut und schon bald zum Konvent erhoben wurde. Nach einer Blütezeit der Wallfahrt im 18. Jahrhundert, dem Weiterbestand des Klosters trotz Säkularisation wurde das kleine Kloster neben der Kirche erst 1993 aufgelöst.