Pfarrer i.R. Günter Mäder verstorben
Der Ruhestandsgeistliche und langjährige Männerseelsorger Günter Mäder ist am Montag, 24. August, im Alter von 79 Jahren verstorben. Er wurde am 9. Oktober 1946 geboren und am 13. Juni 1998 nach seiner Konversion zum Katholizismus zum Priester geweiht. Bischof Bertram würdigt den Verstorbenen als einen einfühlsamen und empathischen Menschen, der die Menschen in die Freundschaft mit Christus eingeführt habe.
In seiner Würdigung betont Bischof Bertram: „Die Nachricht vom Tod von Pfarrer Günter Mäder stimmt mich traurig. Mit ihm verliert das Bistum Augsburg einen engagierten und begeisterten Seelsorger. Ein ungewöhnlicher Berufungsweg führte den ehemaligen evangelischen Pfarrer in die katholische Kirche, wo er nach seiner Priesterweihe vor allem in der Männerseelsorge und beim Sozialdienst katholischer Männer wirkte.“ Seine Einkehrtage für Männer, die er im ganzen Bistum angeboten habe, seien ein echter Anziehungspunkt gewesen. Pfarrer Mäder habe es verstanden, konturiert und mit klarer Kante, aber auch einfühlsam und empathisch die Menschen in die Christusfreundschaft einzuführen und die Liebe zur katholischen Kirche zu wecken, so der Bischof. „Der Herr lohne ihm seine Arbeit im Weinberg des Herrn und tröste seine Familie in ihrem Schmerz.“
Als Franke ins schwäbische Augsburg
Ein Blick auf sein Leben: Günter Mäder kam ein Jahr nach Kriegsende im fränkischen Nürnberg zur Welt. Bald darauf wurde er getauft und Mitglied der evangelischen Landeskirche Bayerns. Nach der Schulzeit und dem Studium wurde Günter Mäder evangelischer Pfarrer und wirkte mehrere Jahrzehnte in diesem Feld. Während dieser Zeit lernte er auch seine Frau Renate kennen, die ihn bis zu seinem Tod in seinem Dienst unterstützte. Im Laufe der Zeit reifte aber auch sein Entschluss, zur katholischen Kirche überzutreten. Im Anschluss an seine Firmung empfing er dann die Priesterweihe für das Bistum Augsburg. Vom Zölibat wurde er in diesem Zusammenhang dispensiert.
Männerseelsorge als Herzensanliegen
Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1998 wirkte er als Hausgeistlicher im Caritas-Altenheim St. Wolfhard sowie im Verenaheim in Augsburg. Außerdem arbeitete er in der Diözesanbibliothek. Von 2001 bis 2006 wirkte er als Mitarbeiter in der Altenheim- und Altenseelsorge des Bistums. Als solcher war er auch ein gefragter Referent bei Einkehrtagen und Vortragsabenden. Zusätzlich engagierte er sich ebenfalls ab 2001 in der Männerseelsorge. Von 2003 bis 2011 leitete er die zugehörige Abteilung im Bischöflichen Seelsorgeamt. Damit fiel auch die Organisation der jährlich stattfindenden Männerwallfahrt im Rahmen der Ulrichswoche in seinen Aufgabenbereich. Bis 2015 wirkte er dort weiter als Mitarbeiter. Immer wieder übernahm er auch priesterliche Dienste in der PG Haunstetten. Wichtig war ihm auch sein Dienst als zweiter Vorsitzender des SKM, des Katholischen Verbandes für soziale Dienste in der Diözese Augsburg.
Ruhestand im Univiertel
Mit seinem Eintritt in den Ruhestand wurde er 2015 der Pfarrei Zum Guten Hirten in Augsburg adskribiert. Dort brachte er sich nach Kräften in die Seelsorge ein. 2018 wurde er entpflichtet. 2023 konnte er, bereits gesundheitlich angeschlagen, sein silbernes Priesterjubiläum mit seinen Mitbrüdern in St. Ottilien feiern. Im Januar dieses Jahres wurde er 80 Jahre alt.
Bis zu seinem Tod nahm er, mittlerweile auf einen Rollator/Rollstuhl angewiesen, an den hohen Feiertagen im Kirchenjahr an den Gottesdiensten im Univiertel teil. Unberührt von seinen körperlichen Beschwerden blieb seine ausdrucksstarke und beeindruckende Stimme, die ihm bei der Feier der Heiligen Messe ganz besonders zugutekam.
Abschied von Pfarrer Mäder
Am 24. August, dem Festtag des Apostels Bartholomäus, ist er schließlich verstorben. In der Tageslesung aus der Offenbarung des Johannes hieß es: „Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. Da entrückte er mich im Geist auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis.“ (Offb 21, 9-11). Auch er möge nun ihm himmlischen Jerusalem die ewige Ruhe finden.
Der Termin für das Requiem und die Beisetzung steht noch nicht fest, wird hier aber alsbald nachgetragen.
Der Herr vergelte ihm seine treuen Dienste und schenke ihm die ewige Ruhe.
Unsere Herzliche Anteilnahme gilt seiner Frau Renate sowie der gesamten Trauerfamilie.
Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.