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Predigt zur Altarbenediktion in der Unterkirche der Pfarrkirche St. Ulrich in Eresing

„Steig herab, damit du aufsteigst!“

18.09.2025 Liebe Schwestern und Brüder, von Papst Leo XIV. wissen wir, dass er dem Orden der Augustiner angehört und somit den Katholikinnen und Katholiken die Verehrung dieses großen Heiligen und Kirchenlehrers aus der Spätantike besonders empfiehlt. Jener Augustinus las vor vielen Jahrhunderten, so wie wir heute, das eben gehörte Evangelium und kommentierte es mit den Worten: „Vielleicht suchst du einen Berg, um zu beten, um Gott näher zu sein. Aber er, der in der Höhe thront, naht sich den Niedrigen, den Demütigen. Steig also herab, damit du aufsteigst.“[1]
Predigt von Bischof Bertram beim Bodenseetreffen der „Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ in St. Lorenz, Kempten

Wort und Tat

13.09.2025 Sehr geehrte Mitglieder des Ordens der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, liebe Schwestern und Brüder, ich möchte beginnen mit einem Zitat aus der Feder eines Menschen, den Sie alle kennen: „Wir haben der Liebe geglaubt: So kann der Christ den Grundentscheid seines Lebens ausdrücken. Am Anfang des Christseins steht nicht ein ethischer Entschluss oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt.“[1]
Predigt anlässlich der Jungfrauenweihe von Sema Onar in der Abteikirche Ottobeuren

Das Leben eng mit Christus verbinden

08.09.2025 Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Dienst, liebe Schwestern und Brüder im Vertrauen auf den Sohn Gottes, der durch seine Mutter Maria Fleisch angenommen hat, liebe Frau Onar, vor 55 Jahren hat Papst Paul VI. im Zuge der Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils, die auch die Ordensgemeinschaften betrafen, die frühchristliche Tradition der Jungfrauenweihe wiederbelebt. Heute können wir sagen: Dies war eine gute, ja beinahe prophetische Entscheidung.
Predigt im Rahmen der Pontifikalmesse in St. Mang zum Magnusfest in Füssen

„Großes fängt klein an“

07.09.2025 Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst, lieber Pfarrer Frank Deuring, liebe Schwestern und Brüder in Christus! Der Sommer hatte es in sich: hohe Temperaturen im Wechsel mit starken Regenfällen! Sie, liebe Füssener, die Sie nah an den Bergen wohnen, kennen diese Wetterwechsel; für Augsburg war es doch etwas ungewöhnlich.
Predigt zum Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel an der Mariengrotte bei Maria Vesperbild

„Maria lebt, mit ihr auch ich!“

15.08.2025 Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Dienst, liebe Schwestern und Brüder in Christus, Mariä Himmelfahrt - Die Mutter Jesu wird in den Himmel erhoben, sie wird von Gott mit Leib und Seele aufgenommen. Was stellt uns dieses Fest vor Augen? Die Jungfrau Maria, herrlich, erhaben, glorifiziert, auf und über den Wolken, eine Königin am Gottesthron, makellos von Anfang an…
Predigt beim Ökumenischen Festgottesdienst zum Hohen Friedensfest 2025 in St. Anna

„Der Friede beginnt im eigenen Herzen.“

08.08.2025 Liebe Schwestern und Brüder, das erste „Zeichen“, das der Evangelist Johannes erzählt, um uns Jesus Christus als den Sohn Gottes vorzustellen, ist unmittelbar mit einem Fest verbunden: mit einer Hochzeitsfeier in der Stadt Kana von Galiläa. Die Mutter des Herrn, seine Jünger und er persönlich waren dazu eingeladen. Sicher ein freudiger Anlass zum Essen, Trinken, Singen und Tanzen in Gemeinschaft.
Predigt von Bischof Bertram zum 475-jährigen Bestehen des Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums und 75 Jahre Studienvereinigung Dilingana

Das Gleichgewicht zwischen Otium und Neg-otium

27.07.2025 Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Dienst, liebe Schulfamilie des Sailer-Gymnasiums, liebe Schwestern und Brüder, das verbindende Moment unter den drei Texten aus dem Buch Genesis, dem Kolosserbrief und dem Lukasevangelium, die wir soeben gehört haben, ist der Einsatz, die Fürsprache eines Menschen für den anderen bei Gott. Immer haben wir es mit Dialogsituationen zu tun, in denen erklärt und ausgehandelt wird, was für ein friedliches Miteinander notwendig ist. Darum, so meine ich, passen diese Texte auch für den heutigen Anlass: Wir feiern das bald 500jährige Bestehen des Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums und 75 Jahre Studienver­einigung Dilingana.
Predigt von Bischof Bertram zum Abschluss der Generalrenovierung der Pfarrkirche St. Sixtus in Moorenweis

„Wer anklopft, dem wird geöffnet“

26.07.2025 Liebe Schwestern und Brüder, „Gott ist hier, an heiliger Stätte. Gott versammelt sein Volk in seinem Haus, er schenkt ihm Stärke und Kraft.“ So lauten die Worte des Eröffnungsverses der heutigen Messfeier, die wunderbar zum festlichen Anlass des Tages passen: dem Abschluss der Generalrenovierung dieser schönen Pfarrkirche St. Sixtus in Moorenweis, an der östlichen Grenze unseres Bistums. Es ist für mich immer wieder eine Freude, wenn ich die Meldung bekomme, dass eine Sanierung geglückt und die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen sind. Dabei ist es nicht nur der wiedergewonnene Glanz eines Kirchenbaus, der mich erfreut, sondern die Tatsache, dass Haupt- und Ehrenamtliche einer Pfarrei sich gemeinsam um „ihre“ Kirche gesorgt und auf verschiedene Weise zur Renovierung beigetragen haben – sei es durch Planung, praktisches Hand anlegen oder Unterstützung durch Spenden. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die einen Beitrag geleistet haben, und „Vergelt’s Gott“ sagen!
Predigt von Bischof Bertram anlässlich des 300-jährigen Kirchweihjubiläums von Maria Trost bei Nesselwang

Als Getröstete andere trösten

26.07.2025 Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst, liebe Schwestern und Brüder im Herrn, 300 Jahre Wallfahrtskirche Maria Trost – ich freue mich, dieses Jubiläum mit Ihnen zu feiern! Es ist nicht die einzige Kirche, die im Jahr 2025 diese stolze Zahl erreicht. Allein im Oktober werde ich drei weitere Orte im Ostallgäu aus demselben Anlass besuchen: Bernbeuren, Leuterschach und Rieden am Forggensee.
Predigt von Bischof Bertram im Hohen Dom zu Augsburg anlässlich seines 65. Geburtstags

„Nur eines ist notwendig...!“

20.07.2025 Einen Höhepunkt an Peinlichkeit mutet uns das heutige Evangelium zu. Ein seltener, lieber, hoher Gast und guter Freund kommt zu Besuch. Schon lange hatten sie auf diese Begegnung hingelebt. Ein interessantes und tiefsinniges Gespräch entwickelt sich.