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„Tür zum Designerbaby geöffnet“

28.03.2019 Mit der vom chinesischen Forscher Jiankui He behaupteten Geburt der ersten genveränderten Babys Lulu und Nana in China ist die Reichweite der wissenschaftlichen Verantwortung überschritten. Dies stellt eine ernste Verletzung ethischer Verpflichtungen dar.

„Organspende – Ein Akt der Nächstenliebe“

28.03.2019 Ein Artikel von Weihbischof Anton Losinger zur aktuellen Debatte zum Thema „Organspende“ aus christlich-ethischer Sicht für die Ludwigshafener Ethische Rundschau (LER), die aktuelle ethische Debatten in verständlicher Sprache aufgreift und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

„Die besseren Pfleger?“

28.03.2019 „Roboter im Altenheim“ - Das Thema der Woche in der Katholischen Sonntagszeitung. Weihbischof Losinger äußert sich in einem Exklusivinterview „Die besseren Pfleger?“ mit der Zeitung über ethische Herausforderungen, Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz speziell im Bereich der Alten- und Krankenpflege.
Ansprache an Karfreitag 2018 im Hohen Dom zu Augsburg

„Wenn jegliches menschliche Maß verloren geht“

03.04.2018 „Wenn jegliches menschliche Maß verloren geht“ Als nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus die ersten europäischen Eroberer ihren Fuß auf die Neue Welt setzen, ereignete sich unerwartetes: Die Ureinwohner hegen euphorische Erwartungen. Denn in den Mythen der indogenen Völker fanden sich alte Prophezeiungen: Eines Tages werden die weißen Götter über das große Meer kommen und es wird eine Zeit des Heiles, des Friedens und des Wohlstands anbrechen. Die Realität, die kam, war brutal anders: Ein beispielloser Karfreitag, ungeheurer Völkermord, Vergewaltigung, Krankheit und Tod. Sogar ernsthafte Überlegungen der Philosophen der Zeit stehen im Raum, ob es sich bei den neu entdeckten Völkern vielleicht um Tiere, und nicht um Menschen handele. Bartolome de Las Casas, der berühmte Bischof der Indios tritt – wie Reinhold Schneider es in seinem Drama schildert – dem spanischen König unter die Augen und berichtet über die verzweifelte Situation und die Klage der Menschen in der neuen Welt, und wie die Indios den Eroberern vorwerfen: „Wie schlecht erst müssen eure Götter sein, wenn schon ihr, ihre Diener so böse seid!“
Ansprache an Pfingstmontag 2017 im Hohen Dom zu Augsburg

Karl Rahner: Die Erfahrung des Heiligen Geistes

06.06.2017 Karl Rahner, Die Erfahrung des Heiligen Geistes Wo immer der Heilige Geist auftritt, wird Gewaltiges bewegt. Naturgewalten brechen aus. Feuer kommt herab und verteilt sich in Zungen auf die Köpfe der Jünger. Sturmwind bricht los und erschüttert das Haus. Türen werden aufgesprengt, hinter denen sich die Apostel voller Angst verbarrikadiert haben. Sie treten heraus und verkünden. Selbst die Angst vor dem Martyrium kann sie jetzt nicht mehr schrecken. Und die internationale Sprachbarriere wird plötzlich durchbrochen. Menschen aller Herren Länder verstehen sich und sprechen einen Sprache. Friede wird möglich. Aber bei all dem Großen im Wirken des Heiligen Geistes entsteht die Frage: Wie wirkt der Heilige Geist konkret? Wie kommt er in mein Leben? Wo klopft er in meinem Alltag an? Da denke ich an einen der größten theologischen Lehrer des 20. Jahrhunderts. Es ist der grandiose Theologe Karl Rahner, bei Studenten und Promovenden oft unbeliebt, weil seine Sätze und Gedanken so lang und kompliziert waren, dass man sein nicht leicht begreifen konnte. 16 Bände „Schriften zur Theologie“ sind uns in einem monumentalen theologischen Werk überkommen. Aber: Darin findet sich im Band 13 ein wundervoll einfacher und konkreter Beitrag über das Wirken des Heiligen Geistes. "Erfahrung des Heiligen Geistes" lautet der Titel. Es ist eine erstaunlich einfache Antwort des komplizierten Theologen auf die Frage: Wie wirkt der Heilige Geist konkret? Wie kommt er in mein Leben? Wo klopft er in meinem Alltag an?
Ansprache an Karfreitag 2017 im Hohen Dom zu Augsburg

Gottvergessenheit

14.04.2017 Gottvergessenheit „Der Statthalter von Judäa“ so lautet der Titel einer Erzählung des französischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Anatole France. Da treffen zwei alt gewordene Männer in den Schwefelbädern Süditaliens zusammen, um Heilung von ihrer Gicht zu suchen. Der eine ist Pontius Pilatus, eben der Statthalter von Judäa, der Jesus zum Tode verurteilte, der andere sein Zeitgenosse Aelius Lamia. Er war vor Jahrzehnten bei Kaiser Tiberius in Ungnade gefallen und nach Judäa verbannt worden. So hatten sie beide die denkwürdige Zeit von Verurteilung, Kreuzigung und Sterben des Messias in Palästina erlebt. Nun sprechen sie im Rückblick über die Erinnerungen alter Zeiten. Da sind die großen Feste und die schönen Frauen, die Rebellen und die ewigen Aufstände, die eigenartigen jüdischen Bräuche und die irren Streitereien um das Gesetz und dessen richtige Auslegung. Man denkt mit Kopfschütteln daran, wie zu jener Zeit die Sehnsucht nach dem Messias alltäglich zu Kampf und Aufruhr führte. Schließlich kommt Aelius Lamia auf Jesus von Nazareth zu sprechen, den jungen Galiläer, der Menschen um sich gesammelt hatte und später wegen dieses Verbrechens von Pilatus verurteilt und gekreuzigt wurde. „Erinnerst du dich noch an diesen Mann?“ so fragt er Pontius Pilatus. Dieser fährt sich mit der Hand über die Stirn als, ob er sich auf etwas zu besinnen suchte. Dann nach einer kurzen Pause murmelt er: „Jesus? Jesus - aus Nazareth? Nein ich erinnere mich nicht mehr.“ Ist es vorstellbar, dass Pontius Pilatus Jesus einfach vergessen hätte? Dass er ihm von Angesicht zu Angesicht begegnet wäre, mit ihm gesprochen und ihn verurteilt, seine Hände in Unschuld gewaschen, und nun alles vergessen hätte? Ist es denkbar, dass das größte Ereignis der Weltgeschichte für ihn nichts anderes gewesen sein soll, als ein normaler Arbeitstag, an dem man im Alter keine Erinnerung mehr behalten hat?
Nach dem BGH-Entscheid – Patientenverfügung hilft auch Angehörigen und Ärzten – Rechtzeitig Rat holen!

Für den Ernstfall bereit

13.02.2017 Seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) am 6. Juli 2016 zu verbindlichen Patientenverfügungen herrscht vielerorts Unsicherheit und es häufen sich Anfragen bei Fachstellen für Patientenberatung. Den medizinischen Laien bewegt die Frage, wie weit ärztliche Bemühungen reichen sollen – selbst, wenn keine Hilfe mehr möglich ist. Die Katholische SonntagsZeitung geht in einem Beitrag von Matthias Altmann und Nathalie Zapf Fragen zur Patientenverfügung auf den Grund, auch Weihbischof Anton Losinger weiß um die Besorgnis vieler Menschen und äußert sich zur „Christlichen Patientenverfügung“. Der Artikel wurde veröffentlicht in der Katholischen SonntagsZeitung, 11./12. Februar 2017 / Nr. 6.
Ein Beitrag von Dr. Peter Radtke im neuen Kontakt-Heft der Abteilung Schule und Religionsunterricht zum Thema „Inklusion“

Inklusion und Bioethik

20.01.2017 Die Geschichte des Menschengeschlechts beginnt nach alttestamentarischer Überlieferung mit einem Verbot: „… doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.“ (Gen 2,17). Doch die Schlange entkräftet diese Warnung: „Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.“ (Gen 3,4-5) Die Fortsetzung ist bekannt. Adam und Eva genießen die Frucht vom Baum des Lebens, sie begehen damit eine Grenzüberschreitung, die Ursünde, und richten sich im Sein-wollen-wie-Gott gegen ihren Schöpfer.
Ein Interview mit Weihbischof Anton Losinger im neuen Kontakt-Heft der Abteilung Schule und Religionsunterricht zum Thema „Inklusion“

Es geht um das ungeborene Leben

20.01.2017 Bald könnten Krankenkassen einfache Gentests über Blutproben während der Schwangerschaft bezahlen. Der Ethik-Experte und Augsburger Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger erklärt die Vorteile, aber auch die Gefahren der folgenschweren Technik. Das Interview führte Josef Karg. Es wurde veröffentlicht in der Augsburger Allgemeinen, 230. Ausgabe vom 5. Oktober 2016.